Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

Toro Babies Home, Uganda

 

 

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun,
können sie das Gesicht der Welt verändern.“

... sagt ein afrikanisches Sprichwort.

 

 

Ich würde mir sehr wünschen, wenn wir gemeinsam viele kleine Dinge mit Ihrer Hilfe auf den Weg bringen können. Im Namen der Kinder des Toro Babies Home bedanke ich mich für Ihre Unterstützung.

Marina Meger, September 2015

 

 

Spendenkonto Partnerschaft Gesunde Welt e.V
Vereinigte Volksbank AG
Kontonummer: 443 739 005
Bankleitzahl: 603 900 00
BIC: GENODES1BBV
IBAN: DE76603900000443739005
Verwendungszweck: "Unterhalt Toro Babies"

 

Kontakt Marina Meger:

+49 5286-1292, meger@akademie-ottenstein.de

12.07.2019 Übergabe des neuen Kleinbusses an das Toro Babies Home

 

Endlich war es soweit und ich konnte dem Toro Babies Home an diesem Nachmittag den lang ersehnten neuen Kleinbus, einen gebrauchten Toyota Hiace, Baujahr 2004, Direktimport aus Japan, offiziell übergeben. Der Wagen hat 15.000 € gekostet und Überraschung, man muss dann immer noch die Autositze, Reifen, Öl etc. on Top dazu kaufen. Dafür haben wir dann noch weitere 1437 € an das Toro Babies Home überwiesen. In Ostafrika ticken die Uhren eben anders!

 

Die Spenden für die Operation des herzkranken, leider im Dezember verstorbenen Babys Mathias und die Spenden anlässlich der Trauerfeier für meinen Ehemann Jochen Meger, haben die Kaufsumme überwiegend gedeckt. Tausend Dank an alle Spender, die dazu beigetragen haben, dass wir die große Investition tätigen konnten. Und vielen Dank, dass Sie so rasch reagiert und geholfen haben. Sie haben ein großes Herz für kleine Kinder!!!

12.07.2019 Besuch integrative Canon Apolo Demonstration School, Fort Portal

 

An diesem Vormittag habe ich mir zusammen mit Jockim, dem Sonderschullehrer unserer behinderten Kinder, die integrative Canon Apolo (oder Apollo - beide Schreibweisen werden benutzt) School angeschaut. Die Schule ist etwas außerhalb von Fort Portal in Richtung Bundibugyo gelegen. Dort möchte ich unsere drei gehandicapten Mädchen Mary, Annette und Dorothy besuchen und mir einen Eindruck von dieser Einrichtung verschaffen. Jockim und eine eine junge Praktikatin hole ich im Kyaninga Office ab und bereits nach etwa 15 Minuten erreichen wir die Schule. Es ist ein langes, schmales Gebäude, dessen Form mich an eine Geflügelfarm erinnert. Hintereinander sind hier alle Klassenräume untergebracht. Die Canon Apollo School ist eine Schule, die die Eingliederung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen unterstützt und vom Kyaninga Child Development Center und dem ugandischen Bildungsministerium gefördert und getragen wird. Die Schule verfügt nur über sehr geringe finanzielle Mittel, da es sich um eine gemeinnützige Organisation handelt und die Einnahmen aus Schulgeld gering sind. Gegründet wurde die Schule aus einer Elterninitiative heraus.

 

Einige Schüler und insbesondere der Direktor Charles begrüßten mich herzlich. Anschließend wurde ich in die Integrationsklasse geführt, in der unter anderem auch Dorothy und Annette von einem Sonderschullehrer soweit trainiert und unterrichtet werden, dass sie lernen sich länger zu konzentrieren und dem Unterricht folgen zu können, bevor sie in die P1 Klasse wechseln können. Mein Eindruck ist, dass der Lehrer sehr geduldig und einfühlsam mit den Kindern umgeht.

 

Insgesamt werden in dieser staatlich geförderten Schule 333 Kinder unterrichtet. Einige davon auch als Internatsschüler. 65 Kinder sind behindert. Ich sehe blinde Kinder, taubstumme Kinder, manche haben körperliche Handicaps und andere sind geistig behindert. Gesunde Kinder unterstützen ihre eingeschränkten Kameraden liebevoll.

 

In Uganda ist die Versorgung mit guten Rollstühlen, damit behinderten Kindern die Mobilität zurück gegeben werden kann und Funktionen erhalten werden. Sowohl Kyaninga wie auch die Canon Apollo School möchte Rollstühle aus lokalen Materialien selbst herstellen. Sie benötigen dazu aber Experten mit entsprechendem Know How aus Europa, die sie auf diesem Weg unterstützen. Wer mag sich sich hier entsprechend engagieren, um Kindern mit besonderen Bedürfnissen ein Stück Lebensqualität zurück zu geben? 

 

Insgesamt ist das Land auf dem die Schule errichtet wurde, wohl sehr groß, denn es gibt einen Bolzplatz, einen Spielplatz und dahinter sind in einigen Gebäuden die Wohn- und Schlafräume der Internatsschüler untergebracht. Im Gegensatz zu Hillarys Schule in Rwimi, sind die Schlafräume hier nur mit Doppelstockbetten eingerichtet. In der Excel School wurden drei Betten übereinander gepackt. Auch in der Canon Apollo School kümmert sich eine Caretakerin um das leibliche Wohl der Kinder. In der Küche wurde gerade alles für das Mittagessen vorbereitet.

 

Dorothy, Mary und Annette sind hier als Internatsschülerinnen eingeschrieben. Sie kommen nur noch in den Ferien zurück ins Toro Babies Home.

Integrationsklasse in der Canon Apollo School

Sonderschullehrer Jockim berichtet über Mary

Mary ist Schülerin der 3. Klasse der Primary Canon Apollo Demonstration School. Ich besuche und begleite Mary in dieser Schule. Wir haben es geschafft, die Kernbereiche ihrer Kompetenzen zu identifizieren, auf die sich die Lehrer verlassen müssen. Dies schließt die Konzentraitionsfähigkeit im Unterricht, die Entwicklung der Feinmotorik, das Rechnen, handwerkliche Fertigkeiten und Selbstwertgefühl ein.

 

Marys Entwicklung: Mary kann 40 Minuten im Unterricht sitzen und hat das Handling mit Schreibgeräten verbessert. Sie kann die ugandische Währung zwischen 100 - 500 Schilling unterscheiden. Mary ist bereits in der Lage kleine Tischsets herstellen und sie kann sich verbal ausdrücken.

Mary arbeitet hart an sich und benötigt Unterstützung, um ihren Traum von einem selbständigen Leben zu verwirklichen.

 

Plan: Weiterführung des detaillierten Schulungsprogramms für Mary (IEP Mary)

Sonderschullehrer Jockim berichtet über Annette

Annette ist Schülerin einer Sonderklasse an der Canon Apollo Demonstration School. Annette leidet an einer Zerebralparese mit Lernschwäche.
Intervention: Physiotherapie, Ergotherapie und Sozialpädagogik.
Beobachtung: Annette kann ihre Klasse identifizieren, etwa 23 Minuten lang den Anweisungen des Lehrers folgen, Augenkontakt halten, ihr Selbstinteresse wecken und sich anderen Kindern im Spiel anzuschließen.

Annette braucht immer noch Unterstützung, da sie noch nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Dies bedeutet, dass die Kosten für Hygienebinden und die Betreuerkosten immer noch hoch sind. 

 

Plan: Fortsetzung der Therapie wie oben und Förderung sozialer Fähigkeiten.

Wenn Sie weitere Informationen über Mary, Dorothy und Annette benötigen, wenden Sie sich an Mukeh Jockim, Sonderschullehrer, Telefon +256774121503 oder info@kyaningacdc.org

Projektbesprechung beim Lunch im Dutchess Restaurant: Marina, Jockims Tochter, Fahrer Julias, Betty, David und Jockim

10.07.2019 Fort Portal

 

An jedem Mittwoch findet im Dörfchen Mugusu, ca. 10 Kilometer hinter Fort Portal auf dem Weg nach Kasese, ein großer Markt statt, den hier (fast) alle besuchen. Auch das Toro Babies Home und Kluges Guest Farm decken sich hier preiswert ein. Neben jeder Menge Lebensmittel, wird hier alles verkauft, womit sich ein Geschäft machen lässt. Zusammen mit Edeltraut suchen wir den Markt auf, um für Hillarys Familie Lebensmittel einzukaufen. Dieses Ritual hat schon Tradition.

 

Und natürlich bleibe ich wieder an den schönen Kitenges (Stoffen) hägen. Nächstes Jahr besteht das Toro Babies Home 50 Jahre. Das wird groß gefeiert und dafür bentöigt frau doch ein standesgemäßes Outfit. Für umgerechnet jeweils 10 € gehen zwei Kleider in meinen Bestand über.

Zum Lunch haben wir uns dann zwecks Projektbesprechung mit Fiona Beckerlegge, der geschäftsführenden Physiotherapeutin des Kyaninga Child Development Centers getroffen. Das Mountains of the Moon Hotel - Fort Portals erste Hoteladresse - bot den richtigen Rahmen dafür. Da sowohl in Kyinga wie auch in der inklusiven Canon Apollo School funktionstüchtige Rollstühle Mangelware sind, suchen wir auf diesem Weg Fachleute aus Europa, die in der Lage sind, dortige Experten anzuleiten, wie man aus lokalen Materialien gute Rollstühle für die Kinder bauen kann. Darüber hinaus werden Hospitationsbesuche vereinbahrt. Eine aktive therapeutische Mitarbeit ist allerdings  - vor allem aus kulturellen Gründen - nicht unter vier Wochen Dauer möglich. Anders sieht es bei Unterricht und Lehre aus.

Fiona, Marina und Edeltraut, Projektbesprechung im Mountains of the Moon Hotel

30.06.2019, Rwimi, Excel Primary School

 

Dieser  Sonntag war dem Besuch meines Patensohnes Hillary gewidmet. Hillary ist ein Kind des Toro Babies Home, dessen Mutter bei der Geburt verstorben ist. Da der Vater kein Einkommen hatte und darüber hinaus noch zwei ältere Kinder von ihm versorgt werden mussten, hat das Babyheim Hillary aufgenommen und mit künstlicher Säuglingsnahrung aufgezogen, bis er im Alter von fünf Jahren wieder in die Familie zurück gegeben wurde. Hillary besucht als Internatskind die Excel Primary School in Rwimi, etwa 40 km von Fort Portal entfernt. Das Schuldgeld und seine Schulaustattung werden von mir finanziert.


Mariam Kluge war so großzügig mir ihren Toyota Hiace Van für Fahrten in Uganda zu überlassen. Zusammen mit David, dem Sanitärfachmann, der bezüglich Hillary mein verlängerter Arm in Uganda ist, Hillarys Vater und seiner Schwester Sarah sind wir etwa eine Stunde nach Rwimi gefahren. Dort platzten wir gerade in den beginnenden Gottesdienst, dem wir dann auch in der großen Schulaula beigewonht haben. Verstehen konnte ich nicht viel, die Mikrofonanlage und der Prediger arbeiteten nicht gut zusammen, aber es war eine sehr laute Angelenheit mit viel Enthusiasmus, Gebten und Gesang.

Marina und Hillary, Excel School, Rwimi

Natürlich haben wir bei dieser Gelegenheit auch die kleine Evelyn besucht, die zusammen mit Hillary hier eingeschult wurde. Evelyn ist fünf Jahre alt besucht die Nursery School der Excel-Schule. Sie hat keine Familie und und muss die Ferien im Toro Babies Home verbringen. Eine Holländerin finanziert Evelyns Schulgeld. Beide Kinder scheinen mir sehr zurückhaltend und scheu. So kenne ich sie gar nicht aus dem Babyheim. Hier herrscht offensichtlich auch ein strenges Regime, wie in so vielen anderen afrikanischen Schulen. Anders kann man die hohe Zahl von bis zu 50 Schülern in einer Klasse wohl auch nicht vernünftig unterrichten.

 

Die Excel Primary Boarding School ist letztes Jahr in ihrer Klasse zur besten Schule Ugandas gewählt worden. Ich denke, dass Betty eine gute Wahl für unsere Kinder mit dieser Schule getroffen hat. Vielen Dank auch an die Schulleitung, dass wir die Kinder außerhalb der festen Besuchstage sehen konnten.

 

Die Straße zwischen Fort Portal und Ishaka ist in erbärmlichen Zustand und verdient nicht einmal mehr das Wort "Straße". "Crater Lakes" würde aufgrund der vielen, tiefen Potholes besser passen. An vielen Stellen hat sich der Teerbelag komplett aufgelöst. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich ohne Schaden an Mensch und Maschine gegen 16:00 Uhr wieder auf Kluges Guest Farm ankomme.

26.06.2019 Fort Portal

 

Die folgenden Tage waren gefüllt mit Organisation, Besorgungen, Bürokratie etc., so dass ich das Toro Babies Home erst wieder am 26.06. besuchen konnte.

Der Nachmittag verlief in vielerlei Hinsicht sehr emotional. Gegen 15:00 Uhr traf ich im Babyheim ein. Die Mothers legten gerade eine Art Erste-Hilfe-Prüfung ab, die ihnen eine NGO angedeihen ließ, die nicht fotografiert werden wollte, da sie keine Werbung durch andere NGOs tolerieren. 

 

Für mich ist es eine große Freude zu sehen, wie positiv sich die Kinder mit Einstellung der neuen Matron Betty und der Buchhalterin Joan entwickelt haben. Die Traurigkeit, die ich früher in den Augen einiger Kinder wahrnahm, ist komplett verschwunden. Die Kinder (und auch die Mothers) strahlen und sind fröhlich. Sie singen, tanzen und spielen ohne große Streitereien miteinander. Auch Betty und Joan sehe ich fast immer mit einem Kind auf dem Arm. Die Kinder werden aktuell sehr gefördert.

Vielen lieben Dank an die deutsche Klinik, die uns mit vier großen Kisten Bettwäsche versorgt hat. Matron Betty hat bereits von einer Näherin ein Angebot über 100 € für das Nähen von etwa 170 Spannbettlaken für die Kinderbetten erhalten.

Emotional sehr nahe ging mir die Übergabe des neuen Rollstuhls an Racheal. Da flossen viele Tränen... Mother Rossette und Betty sind sehr froh und dankbar, dass Racheal nun wieder entsprechend ihrer Größe komfortabel sitzen kann. Vielen herzlichen Dank an Herrn Gockenbach vom Sanitätshaus Reutter in Calw und an Sabine Pühl für Akquise und Organisation!!!

Auch die neuen Aktivitätsmatten für die Zwerge und die Lauflernhilfen sind schon im Einsatz!

Die immer fröhliche Buchhalterin Joan macht nachmittags mit den Nursery-School-Kinder Hausaufgaben und schafft es wunderbar die Kleinen mit viel Lob zu motivieren. Die Kinder profitieren sehr vom Besuch der Vorschule.

Die Freiwilligen haben bunte Haarspangen für die Kids mitgebracht. Wenn sie im kurzen, krausen Haar nicht halten, lassen sie sich doch auch prima als Ohrringe tragen!

Die Norweger um Age und Nina haben warme Decken gestrickt und mitgebracht!

Ich habe Julias gebeten in der Stadt für alle Kinder Muffins zukaufen, die dann gemeinschaftlich verspeist wurden. Betty hat unsere gehandicapten Kinder Annette, Dorothy und Mary aus der Canon Apollo School abgeholt, da das norwegische Team am folgenden Tag abreiste und sich heute mit einer Party bei allen Bewohnern und Mitarbeitern des Baby Homes verabschiedete.

Ich freue mich sehr, dass ich Age, Nina und Tore, die Unterstützer aus Norwegen von Children needs Parents endlich einmal persönlich kennenlernen konnte. Diese NGO ist neben Partnerschaft Gesunde Welt und einem spanischen Verein der Hauptunterstützer des Toro Babies Home. Sie finanzierfen die Wiedereröffnung von Haus No. 4 im Waisenhaus. Dies sind insbesondere die Einrichtung und Ausstattung der Räume sowie das Gehalt einer weiteren Mother, die sich um die Kinder kümmert. Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten können zusammen viele kleine Dinge tun, und damit das Gesicht der Welt verändern!

22.06.2019 Grüße aus Uganda

 

Nach reibungsloser Ankunft in Entebbe/Uganda habe ich mich am 22.06.2019 mit der Leiterin des Toro Babies Home, Matron Betty in Kampala in einer großen Mall getroffen. Wir haben gemeinsam verschiedene Special Needs für das Waisenhaus eingekaufen. Unter anderen einen schnelleren Drucker mit Kopier- und Scanfunktion für das Office, Windelhosen, Babyflaschen und Sauger, Aktivitätsmatten für Babys und zwei Lauflernhilfen für Kinder, die nicht Laufen können oder wollen. 

 

Begleitet werde ich auf dieser Reise von meiner Freundin Edeltraut Hertel. In Entebbe haben wir  zusammen mit Edels Freundin Konny Quartier genommen. Sie ist für das DRK in einem Flüchtlingscamp in Norduganda im Einsatz und hat beruflich in Kampala im Headquarter zu tun.

Am folgenden Tag hat uns Andrew, ein Fahrer von meiner bevorzugten Autovermietungsfirma (Douglas Katumba/Alpha-Rent-a-Car), mit einem großen Van abgeholt. Der Wagen war schon recht voll, hatten wir auch den neuen Rollstuhl für Racheal, Matron Betty und den Fahrer des Babyheims, sowie zwei große Kisten mit gespendeter Krankenhausbettwäsche an Bord. Darüber hinaus musste noch jede Menge gebrauchte Kinderkleidung, Kinderschuhe, Bettwäsche und Spielzeug aus Europa, die wir im Freigepäck mitgebracht haben im Van verstaut werden. Und auch der neue Rollstuhl für Racheal, den das Sanitätshaus Reutter in Calw zur Verfügung gestellt hat, vier große Kisten mit Bettwäsche eines deutschen Krankenhauses und Babykosmetik mussten ihren Platz im Auto finden. Douglas hat die Kosten für die Automiete zugunsten des Babyheimes gespendet. So habe ich lediglich den Driver Andrew und Diesel bezahlen müssen.

 

Angekommen in Fort Portal wurde nur schnell ausgeladen und dann sind wir rasch weiter gefahren zur traumhaften gelegenen Kluges Guest Farm, wo Edeltraut und ich für die nächsten Tage Unterschlupf nehmen. 

 

Edel ist eine ostdeutsche Krankenschwester, Dipl. Medizinpädagogin und Hebamme, die noch vor dem Mauerfall von 1989 bis 1997 in einem Krankenhausprojekt in Bukoba/ Tansania am Lake Victoria gearbeitet hat. In 2004 war sie für fünf Monate in einem Flüchtlingslager in Dafour/Sudan tätig. Mittlerweile ist Edel in Rente und unterrichtet aber immer noch zweimal im Jahr in einer Krankenpflegeschule in Asmara, Eritrea. Edel spricht fließend Kisuaheli und kann hier mit ihrem Know How für unsere geplanten Projekte sehr wertvoll sein.

Fort Portal, 17.06.2019, Halbesjahresreport von Matron Betty

 

Im Namen unseres Herrn Jesus Christus grüßen wir Sie und hoffen, dass bei Ihnen alles in Ordnung ist.

 

Im Toro Babies Home geht es mit Ihrer Hilfe und Unterstützung gut voran, vielen Dank dafür!
Bis auf ein paar Kinder mit Husten und Grippe geht es uns gut. Wir haben viele Freiwillige aus Spanien, die helfen die Kinder zu füttern und sie zu versorgen. Sie haben viele Spenden  gesammelt, damit nun 18 Kinder die Vorschule besuchen können. Die Kinder mögen die spanischen Voluntärinnen sehr.


Wir haben Besucher aus verschiedenen Teilen der Welt und sie spenden eine Menge Dinge wie Essen, Kleidung, Milch und vieles mehr.


Die Zahl der aufgenommenen Kinder wächst schnell und wir haben jetzt 42 Kinder, 21 Jungen und 21 Mädchen. Letzte Woche haben wir zwei neue Babys bekommen, Lillian und Ashavin. Lillian wurde im Krankenhaus von einer unbekannten Person verlassen und ist zwei Jahre alt. Ashavin, ein Junge, wurde von einer psychisch kranken Mutter auf die Straße gesetzt und ist eineinhalb Jahre alt. Wir versuchen alles, damit sie sich wie zu Hause fühlen. Wir geben ihnen Liebe und spielen viel mit ihnen. 


Um die Eltern dieser Kinder ausfindig zu machen, arbeiten wir mit der Polizei zusammen. Auch ein Bewährungshelfer hat ebenfalls versprochen, die Identität der Eltern zu ermitteln. 

Lillian versucht sich in die neue Umgebung einzufügen
Ashavin steht mit seiner "Mother" vor dem Haus

Fort Portal 10.06.2019

 

Da unsere Patenbriefe anstehen, waren Rena Brede und Dr. Hans-Ullrich Henschel so lieb und haben Betty die Arbeit abgenommen aktuelle Fotos und kleine Videos für die Pateneltern zu erstellen. Obwohl die beiden ein sehr strammes Programm haben, nahmen sie sich sogar noch die Zeit unsere behinderten Mädchen Annet und Dorothy in der inklusiven Canon Apollo School, außerhalb von Fort Portal an der Straße nach Bundibugyo zu besuchen. Ganz lieben Dank an beide für die Mühe!!!

Kampala, 07.06.2019

 

Der Container aus Deutschland, dessen Transport Sabine Pühl wieder in bewährter Art und Weise organisiert hat, ist in Kampala angekommen. Der neue Rollstuhl für Racheal und zwei große Kisten mit gebrauchten Klinikbettlaken, sind von Patrick, der rechten Hand unseres Autovermieters Douglas, abgeholt worden. Die Fahrzeugmiete für den Shuttle nach Fort Portal Ende Juni spendet Douglas (Alpha-Rent-a-Car, Kampala) an das Toro Babies Home. Thanks so much for your generosity, Douglas!!!

Fort Portal, 07.06.2019

 

"Diese fantastische Frau hat Paul aus der Latrine gezogen: Kaboneke Saudah," kann Dr. Henschel heute aus dem Babyheim berichten. Es ist schön, dass sie dem kleinen Paul auch weiterhin verbunden ist und ein "Auge" auf in hat.

Fort Portal, 06.06.2019

 

Der Kinderarzt Dr. Hans-Ullrich Henschel und seine Frau Rena Brede haben ein großes Herz für kleine Kinder! Das beweisen die kleinen Videos, mit denen weitere Paten und Unterstützer für unsere Kinder im Babyheim gesucht werden und die 11 Patenkinder, die sie mittlerweile in Fort Portal über ihre Kirchengemeinde in Vellmar haben. Respekt und Hochachtung!!!

 

Wenn Sie sich auch angesprochen fühlen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Fort Portal, 03.06.2019

 

Wir haben wieder Unterstützer aus Deutschland zu Besuch im Babyheim und auf Kluges Guest Farm. Rena und Dr. Hans-Ullrich Henschel aus der Nähe von Kassel sind heute angekommen und werden von Matron Betty und Father Joseph begrüßt.

 

Dr. Henschel berichtet: „So viele Fragen, und noch viel mehr Eindrücke seit unserer Abfahrt in Entebbe. Die ersten Kilometer nach Kampala waren die Ankunft in einer völlig anderen Welt. Die Menschen, der Verkehr, die Gebäude usw. Rena ist die ganze Strecke gefahren und ich war fasziniert und erschüttert zugleich, was meine Augen zu sehen bekamen. Die Lehm- und Holzhütten mit den vielen Kindern, die davor spielten. Der Straßenverkehr, der keine Regeln kennt und gefährliche Situationen entstehen lässt. Aber wir sind gut durchgekommen und kamen in einem Paradies an, der Kluge‘s Guest Farm. Unerwartet wunderschön. 


Am zweiten Tag stand zur Einstimmung der Forrest Walk mit Robert an. Was er uns alles gezeigt und erklärt hat! Wir haben auch viele Black and White Colobus Monkeys gesehen. 
Nach einem gemeinsamen Mittagessen, zu dem Father Joseph eintraf, sind wir zum Toro Babies Home gefahren. Matron Betty hat uns das ganze Haus gezeigt und ist dann mit uns nach nebenan ins Krankenhaus auf die Kinderstation gegangen. Mit Father Joseph haben wir dort gebetet. Es ist vielleicht das Beste, was man hier oft tun kann. Im Toro Babies Home war Baby Paul krank und bekommt Medikamente, das war okay, ich hätte nichts anderes verordnet. 


Der Traktor steht vor sich hin, ist in der Unterhaltung zu teuer. Nach einem neuen Auto will man sich in allernächster Zeit umschauen. 


Die Kinder im Toro Babies Home sind so anhänglich und liebesbedürftig. Das kleine Mädchen auf meinem Arm klammerte sich so fest und wollte sich einfach nicht absetzen lassen. Ihr Name war . . . vorhin wusste ich ihn noch, aber 40 Namen sind nicht zu merken. 
Bedauerlicherweise kommen zur Zeit keine Volunteers aus Deutschland. Gerade für junge Menschen ist ein solcher Eindruck sicher für das gesamte Leben prägend. Man lernt mit vielen Werten ganz anders umzugehen und sie zu schätzen. Aber jede auch noch so kleine Hilfe kommt an und kann sich zu etwas ganz großem entwickeln; daran beteiligt zu sein ist etwas sehr Ehrenhaftes und Wertvolles.
"

Email Matron Betty, 02.05.2019

 

Gestern haben die Volunteers großartige Arbeit geleistet und für Bridget, die sechs Jahre alt wurde, eine Geburtstagsfeier ausgerichtet. Außerdem haben sie uns die guten waschbaren Windelhosen mitgebracht.

 

Falls Besucher aus Europa noch Platz im Gepäck haben, würden wir uns über folgende, dringend benötigte Dinge sehr freuen:

Kinderkleidung (gerne gebraucht und vor allem für Kinder ab 1 Jahr und älter),

Schuhe und Sandalen (gerne gebraucht und vor allem für Kinder ab 1 Jahr und älter),

waschbare Windelhosen (kann man neu preiswert in Kampala bestellen),

Babyflaschen mit Sauger (in Uganda neu preiswerter).

 

Wenn Sie vorhaben, das Babyheim zu besuchen, senden Sie Matron Betty doch bitte eine Email, kündigen Sie Ihren Besuch an und  fragen Sie, welche Mitbringsel gerade benötigt werden. Das fänden wir ganz toll! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

20.04.2019, Spendeneingang für Säuglingsmilch


Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Spendern für die rasche Unterstützung beim Einkauf der Säuglingsmilch! Wir sind überwältigt, wie schnell und großzügig Sie helfen! Das Geld für einen Monat Säuglingsnahrung habe ich gestern auf das Konto des Waisenhauses transferiert!

 

Matron Betty: Thank you so much for the love and care you have for the children. I received the message about the money you sent today.

Am sending my appreciation to the Dr who sent us money for the infant milk tell him we send him a lot of thanks. Our children will get more milk.

19.04.2019 ... und was sich sonst noch alles im Waisenhaus ereignet hat

 

Matron Betty kann berichten, dass es allen Kindern gut geht.

 

Unsere behinderten Mädchen Mary, Annet und Dorothy sind wieder in der inklusiven Canon Apollo School und es gefällt ihnen dort. Betty fuhr gestern, am Karfreitag, dorthin, um sie für die Osterferien abzuholen. Mary und Annet benutzen in der Schule ihre Rollstühle, die der Norweger Åge repariert hat.

 

Die Kyaninga-Therapeuten leisten weiterhin großartige Arbeit und die Kinder profitieren sehr davon. Christopher zum Beispiel, der einen Beinbruch hatte, ist geheilt und läuft jetzt sehr gut. Die anderen behinderten Kinder, insbesondere Racheal und Steven, erhalten jede Woche Therapie und die Mothers bekommen nach wie vor Anleitung, welche Übungen sie mit den gehandicapten Kindern durchführen können.

 

Mary, Annet und Dorothy, werden jeden Donnerstag von Kyaninga CDC in der inklusiven Canon Apollo School besucht und erhalten dort ihre individuellen Therapien und Lernunterstützung.

 

Mary arbeitet jeden Samstag ein bisschen und lernt, wie man Margarine und Erdnussbutter herstellt. Außerdem übernimmt sie Gartenarbeiten. Die Kyaninga-Gruppe hilft ihr dabei, diese Arbeit sehr gut zu machen.

Wir hatten Besucher, die auf dem Gelände des Toro Babies Home Obstbäume gepflanzt haben. In Zukunft werden wir hier genug Früchte für das Babyheim ernten können. Das Foto zeigt das Pflanzen eines Orangenbaumes.

Die Pfadfinder der Gemeinde pflanzen einen Mangobaum
einige Babyheim-Kinder wurden getauft

Aktuell haben wir 18 schulpflichtige Kinder und wir bringen sie jeden Tag mit unserem alten Van zur Schule. Die Kinder haben Spaß und Freude in der Schule und lernen viele neue Lieder und Spiele.

 

Sie interagieren auch gerne mit anderen Kindern und haben große Fortschritte in Hinsicht auf das Teilen und freiwillig abgeben von Dingen gemacht.

 

Jeden Sonntag gehen die Kindern nun auch in die Kirche. Sie genießen das sehr und an den Ablauf des Gottesdienstes haben sie sich schnell gewöhnt. Wir benutzen auch dafür den alten Van, der zwar nicht in guten Zustand ist, der es aber tun muss, bis das neue Auto da ist. Im Moment frisst der alte Van viel Geld und oftmals bleibt er einfach in der Garage. Wir beten dafür, dass wir ein neues Fahrzeug bekommen und das hohe Reparaturgeld  sparen.

 

Die Gelder für das neue Fahrzeug werden am 26.04.2019 auf der Mitgliederversammlung von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. frei gegeben werden. Aus vereinsrechtlichen Gründen müssen bei solch einer hohen Investitionssumme die Mitglieder einbezogen werden.

die Geburtstagsfeier der Zwillinge

Wir feiern viele Geburtstage mit unseren Kindern und die Freiwilligen/Volunteers machen einen guten Job. Sie kaufen Kuchen und kleine Geschenke für die Geburtstagskinder.

... wir feiern Geburtstag!
einige Besucher brachten Kuchen mit zur Geburtstagsfeier der Zwillinge
Volunteers im Toro Babies Home

Im Babyheim geht alles gut voran, obwohl gerade einige Kinder erkältet sind und Husten haben. In Uganda ist aktuell Regenzeit, weshalb die Erkältungs- und Bronchialkrankheiten zunehmen. Die Mothers machen einen tollen Job und kümmern sich sehr gut um die Kinder.

 

In diesen Tagen haben wir viele Freiwillige im Heim und die Kinder genießen die Gesellschaft und Unterhaltung durch die Volunteers. Sie unterstützen die Mothers sehr, indem sie sich u.a. um die kleinen Babys kümmern, die doch sehr zeitaufwändig betreut warden müssen.

Babra beim Anschneiden ihres Geburtstagskuchens

Am 19. April 2019 haben wir drei Geburtstagstage gefeiert. Miracle, Grace und Babra haben sich sehr über ihre Feier gefreut und sind abends glücklich in ihre Betten gefallen.

Grace und Miracle feiern ihren Geburtstag
Joghurt ist lecker!
unfassbar, wie viele Kinder in ein kleines Plantschbecken passen!

12.04.2019 Neuigkeiten aus dem Toro Babies Home von Matron Betty

 

Das Toro Babies Home hat seit Dezember vier junge Säuglinge als Neuzugänge aufgenommen.

Diese kleinen Säuglinge sind eine große Herausforderung für das Babyheim, da sie viel Milch trinken und die Dosen mit künstlicher Säuglingsnahrung sehr, sehr teuer sind. Jeder Säugling benötigt 2 Dosen in der Woche. Das sind etwa 25 € pro Kind, pro Woche.

Durch die hohe Kostenbelastung für künstliche Säuglingsnahrung fehlen dem Toro Babies Home die Mittel für andere notwendige Ausgaben.  

 

Dies sind die Neuzugänge seit Dezember:

Trinnah Maracle Nkwanzi

Trinnah kam in das Babyheim, als sie vier Tage alt war. Die Mutter war psychisch krank und starb später und die Familie kann sich nicht um dieses Baby kümmern. Trinnah wächst und gedeiht. Sie trinkt ihre Milch gut und ist, nunmehr drei Monate alt, sehr aktiv.

Byamukama Samuel

Samuel ist jetzt sechs Wochen alt. Seine Mutter ist unter der Geburt verstorben. Samuel wächst und er verträgt die künstliche Säuglingsnahrung sehr gut.

 

Er hat die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt verloren, aber er wächst sehr gut und trinkt seine Milch gut.

Paul Miracle Mike Murungi

Paul, aktuell sechs Wochen alt, wurde von seiner jungen Mutter, einer Studentin an der Universität, in eine Latrine geworfen. Die Mutter wurde ins Gefängnis verbracht und das Baby wurde drei Tage gut im Krankenhaus behandelt, bevort es zur Pflege im Toro Babys Home aufgenommen wurde. Paul gedeiht ebenfalls und trinkt gut.

Victor Muwanguzi

Victor ist jetzt 11 Tage alt. Er wurde gestern vom Bewährungshelfer hierher gebracht, weil die Mutter psychisch krank und stationär in einer Klinik aufgenommen ist. Dort erhält die Mutter Behandlung, aber es gibt keine Verwandten in der Nähe, die sich um Victor kümmern können.

Victor trinkt sehr viel und gut. Bei ihm reicht die Dose Säuglingsnahrung nur für 2 Tage!

Angel Nyangoma Amooti

Es gibt gute Neuigkeiten von Angel. Sie wächst und entwickelt sich sehr gut.

Sie kann jetzt nahezu problemlos essen und muss nicht mehr erbrechen. Betty und das Team sind so glücklich darüber. Angel ist sehr aktiv, alle Besucher mögen sie wegen ihres Charakters sehr und nehmen sie gerne auf den Arm. 

Mother Rossette kümmert sich auch sehr um Angel und hat jetzt eine spezielle Diät entwickelt.

 

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