Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

19.02.2014 Usa River - Arusha - Mto wa Mbu, 133 km

Karte Usa River - Lake Manyara
Rivertrees Country Lodge, Usa River

Schon zum Morgengrauen weckten uns die Affen, das fröhliche Vogelgezwitscher und der unsägliche Meuzzin. Wir genossen noch einmal eine anständig heiße Dusche und packten unser Gepäck zusammen. Im Restaurant benötigte man für die Kaffeebestellung wieder länger als eine halbe Stunde. Manchmal denke ich, da müssen erst die Bohnen auf der nächsten Plantage geerntet und getrocknet werden.

 

Ich nutze die Zeit um unsere Getränkerechnung zu begleichen und erste Postkarten zu schreiben. Gegen 08.00 Uhr erwarteten uns Sikoyo, Lazaro und Jessica, unsere 25jährige Assistentköchin auf dem Parkplatz von Rivertrees um unsere Siebensachen im Wagen zu verstauen. Der neue Engel Freezer hatte seinen Platz im Long Wheel in einer extra angefertigten Alu-Umrandung im hinteren Teil des Wagens gefunden und funktionierte perfekt.

Rivertrees
Steffi, Rivertrees

Kurz vor 09:00 Uhr erreichten wir Arusha, wo wir noch nach Angostura für ein anständiges Rock Shandy schauen wollten. Da auch Erika und Toni sowie La Leona zur gleichen Zeit in Nordtansania unterwegs waren, hatte ich mir überlegt ein „Zeichen" zu setzen und hatte in Deutschland Aufkleber für Reserveradcover herstellen lassen. Dafür hatte Sikoyo nun über Nacht die Hüllen in Arusha in Auftrag gegeben und nun mussten sie noch in einer kleinen, lebhaften Seitenstraße beklebt werden.

 

Außerdem stieß unser junger Koch Prosper zu uns, der die Wagen mit Unmengen von Lebensmitteln befüllte. Die ganze Prozedur dauerte eineinhalb Stunden, in denen wir unseren Spaß mit den Tansanitklopfern und den lokalem Masai hatten. Die weltweit einzige Mine für die blauen Schmucktansanite liegt in der Nähe Arushas. Man kann sie von der A104 aus sehen. Die aktuellen Funde dieser begehrten Steine erreichen leider nicht mehr die Qualität früherer Jahre und oftmals gewinnen die farblosen bzw. braunen Steine minderer Qualität erst durch einen Brennvorgang unter hohen Temperaturen ihre Farbe. Je tiefer das Blau umso wertvoller und teurer der Stein. Ich hätte ja gerne einen Rohling für meine Mutter mitgenommen, die ein Faible für Schmucksteine hat, aber die unbehauenen Steine fragwürdiger Herkunft waren einfach zu teuer. Nichtsdestotrotz werden wir auf einer unseren nächsten Reisen einen Tag für die Minenbesichtigung reservieren.

Jochen hatte wie immer seinen Spaß mit den Straßenhändlern, die Kunsthandwerk jeglicher Art zu teuren Preisen an den Mann bringen wollten.

 

Ein besonderes Highlight war jedoch Jochens Märchenstunde mit den Masai, die hier an jeder Ecke in kleineren oder größeren Gruppen scheinbar unbeteiligt das Treiben beobachten. Einer der Masais erklärte Jochen die traditionellen Tänze der Masais. Jochen erklärte ihnen, dass es auch in Deutschland eine ähnliche Volkgruppe wie die Massai gibt. Sie heißen Bayern, tanzen in Lederhosen, hauen sich dabei auf die Schenkel und anschließend gibt´s Backpfeifen. Außerdem haben die Bayern sehr starke Frauen, die 17 große, schwere Bierkrüge auf einmal tragen können... Die Masais, Jochen und wir hatten richtig Spaß!

Papst Johannes Paul II ist auch dabei! Arusha
Arusha
Arusha
Arusha
Tansanitbearbeitung, Arusha
Tansanitbearbeitung, Arusha
Tansanit, Arusha
Arusha
Reserveradcover unseres Long Wheel, Arusha
Steffi und Jessica, Arusha
Arusha
auch der Short Wheel wurde standesgemäß dekoriert
Jochen bei seiner Lieblingsbeschäftigung - dem Handeln
Jochen beim Handeln
Arusha
Arusha
Arusha
Arusha
Arusha
High Heels Schuhgeschäft, Arusha
Fahrschule, Arusha
Arusha
Arusha
Arusha
Cultural Heritage, A104 Arsuha

Gegen 10.00 Uhr verließen wir die Stadt im grünen Bergland westwärts auf der gut ausgebauten A104 vorbei am Cultural Heritage, Kaffeeplantagen und dem Arusha Airport. Es ging durch die topfebenen und von Bodenerosion bedrohten Ardai Plains. Im Norden werden die Plains von den ca. 2600m hohen Monduli Mountains begrenzt, im Süden schließt sich die Massai Steppe an. Durch Hobbyjägerei in den 80iger Jahren ist der Wildtierbestand in dieser Region nahezu ausgerottet worden.

 

Die heftigen Gewitter der letzten Tage haben teilweise große Pfützen entstehen lassen. Entweder es gibt über lange Zeit zu wenig Regen, oder in kurzer Zeit viel zu viel Regen, den der Boden nicht aufnehmen kann. Wertvolle Erde wird weggeschwemmt, Infrastruktur wird zerstört. Überweidung tut ein Übriges zur Verschärfung der Situation.

 

Vermehrt sehen wir links und rechts der Straße Masai Bomas. Da die Bevölkerung hier ständig von Wassermangel bedroht ist, hat die Regierung begonnen kleine Staubecken anzulegen, in denen das Wasser aufgefangen wird.

 

Steffi und Jochen kramten ihre Kisuaheli Sprachführer heraus, engagierten Jessica als Lehrerin. Wir alle haben viel und herzlich gelacht. Ich denke, dass Steffi ihre Sache am besten gemacht hat und nun ein Diplom verdient hat.

an der A104, Arusha
Arusha Airport an der A104
Arusha Airport an der A104
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
A104 zwischen Arusha und Makuyuni
Wir haben natürlich niemand bei der Arbeit gesehen...

Bei Makuyuni bogen wir rechts Richtung Mto wa Mbu ab. Die A104 führt weiter Richtung Tarangire Nationalpark. Am Horizont zeigte sich das imposante Escarpment des Rift Valley. In der staubigen Ebene legten wir eine kurze Pipipause ein und hatten Freude mit zwei jungen Masaikindern, die die Ziegen hüteten.

 

Unterwegs hatten wir ja recht gutes Wetter, aber hier in der Ebene war es brüllheiß und am Himmel braute sich sich schon wieder etwas Bedrohliches zusammen.

 

Wie so oft in Ostafrika werden viele Güter und Waren auf dem Fahrrad transportiert und je näher wir Mto wa Mbu kamen umso bunter wurde das Straßenbild. Vor allem die vielen Tuk Tuks brachten ordentlich Farbe ins Spiel. In Arusha waren sie mir gar nicht so aufgefallen. Abgesehen davon säumen jede Menge Craftläden die Straßenränder. 

zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
junge Masaihirten zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
junge Masaihirten zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
Brennholztransport zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
Brennholztransport zwischen Makuyuni und Mto wa Mbu
Mto wa Mbu
Mto wa Mbu
Mto wa Mbu
Mto wa Mbu
Mto wa Mbu
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