Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

19.02.2014 Mto wa Mbu - Lake Manyara, 40 km

Karte Detailansicht Lake Manyara NP T4Africa

Mit Sikoyo besprachen wir, dass wir uns zunächst die von ihm favorisierte Fanaka Camspsite, ca. 400 Meter nördlich der Hauptstraße in Mto wa Mbu anschauten und ggfs danach noch die Panorama Camspite in der Nähe des Lake Manyara Nationalparks.

 

Durch einen Erdrutsch ist wohl im April 2013 der komplette Eingangsbereich zum Nationalpark incl. der Campsite verschüttet worden. Auch die Brücke und die Hauptzufahrtsstraße Richtung Karatu/Ngorongoro Krater war tagelang nicht befahrbar. Tourguides, die ihre Gäste in den Lodges am Escarpment untergebracht hatten, selbst aus Kostengründen in Mto wa Mbu übernachteten, konnten ihre Gäste nur mit einigen Tagen Verspätung in Empfang nehmen.

 

Auch dieses Jahr hat es vor unserer Ankunft wieder in diesem Bereich Erdrutsche durch sintflutartige Regenfälle ausgelöst gegeben. Nach unserer Rückkehr haben wir erfahren, dass auch wieder die Brücke in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Da die Sanitäranlagen für sehr sauber, funktional und gut befunden wurden (unsere Fotos gleichen denen auf der Homepage), haben wir beschlossen für die eine Nacht hier zu campieren. Bushfeeling natürlich exklusive! Auch unser Koch Prosper fand das Wasser hier sehr viel sauberer, wie auf anderen Campsites und verzog sich sogleich in das Küchengebäude. Witzig war, dass sich die Driver und Köche Unterkunft in den festen, lt. Homepage hübschen Zimmern gönnten. Da wir die Kosten nicht selbst bezahlten, kann ich leider keine Angaben zur Camping Fee machen, aber da die Konkurrenz in Mto wa Mbu groß ist, sollten sich die Gebühren in Grenzen halten.

 

Für den Zeltaufbau und die Einrichtung des Selbigen ist bei uns Jochen zuständig. Ich gönnte mir einen Eimer kaltes Wasser zur Abkühlung und in Ermangelung von Angostura eine Abwandlung des Rock Shandy mit Passionsfruchtsaft, während es immer schwüler wurde.

Fanaka Campsite, Mto wa Mbu
Jochen und Sikoyo beim Zeltaufbau, Fanaka CS
Jochen und Sikoyo beim Zeltaufbau, Fanaka CS
Andi und Jochen nach dem Zeltaufbau, Fanaka CS
Steffi liest auch die letzten Buchstaben aus der nunmehr alten Zeitung
Jochen, Marina, Axel, Fanaka CS

Gegen 14:30 Uhr brachen wir dann zum Game Drive in den Lake Manyara Nationalpark auf. In Mto wa Mbu fassten wir in einem gut sortierten Shop noch Getränke, Sonnenmilch, Repellents nach bevor die Hubdächer geöffnet wurden.

 

Am Eingang zum Nationalpark offenbarten sich die Schäden des Erdrutsches. Während Sikoyo unsere Permits bei der Nationalparkverwaltung organisierte, hat sich Bob der Baumeister (ähm Jochen) an die Reparatur des maroden Geländers gemacht. Wenn er man Zuhause auch die Defizite entdecken und so unkompliziert beseitigen würde...

 

Das Permit für den Park beträgt für Ausländer 45 US$. Ach ja, bevor ich vergesse es zu schreiben, es wurde immer grauer am Himmel und die letzten wirklich schönen Fotos haben wir in Mto wa Mbu gemacht...

Mto wa Mbu
Mto wa Mbu
Andi, Mto wa Mbu
Main Gate, Lake Manyara NP
Main Gate, Lake Manyara NP
Ablutions, Main Gate, Lake Manyara NP
Jochen bei der Reparatur der Nationalparkeinrichtungen...
...ein eigener Baumarkt in Mto wa Mbu könnte lukrativ sein...
Main Gate, Lake Manyara NP
...färtich!

Im Lake Manyara Nationalpark wurden zu den Dreharbeiten die für den Film Hatari notwendigen Statisten (Tiere) eingefangen. Der vergleichsweise kleine Nationalpark (330 qm) wird im Eingangsbereich von einem dichten Grundwasserwald dominiert. Den größten Teil des Parks bildet jedoch der sodahaltige Lake Manyara, der den östlichen Bereich des Parks einnimmt. Westlich wird der Nationalpark von den steil abfallenden Klippen des großen Grabenbruchs begrenzt.

 

Wir sichten in der kurzen Zeit unheimlich viele schöne Vögel, diverse Affenarten, Impalas, Büffel und Zebras. Die hier lebenden Baumlöwen, sonstige Katzen oder Felsenpythons bleiben uns verborgen.

 

Der Park ist eigentlich viel zu schade um nur eine Nacht hier zu verbringen. Er benötigt Zeit und Geduld. Zumal wir in der Kürze auch lange nicht alle erkundenswerten Bereiche des Parks aufsuchen konnten. Deshalb würde ich Zukunft bei nur einer zur Verfügung stehenden Nacht eher auf den Park verzichten und andere Destinationen verlängern. Sollte wieder eine einsame Campsite im Park eröffnen, sind wir sicherlich mit drei Tagen dabei.

Blue Monkey, Lake Manyara NP
Grünmeerkatze auf der Suche nach Maden, Lake Manyara NP
Blauracke/European Roller (Coracias garrulus), Lake Manyara NP
Grünbaumhopf/Green Wood-Hoopoe (Phoeniculus purpureus), Lake Manyara NP
Rotflügel-Brachschwalbe/Collared Pratincole (Glareola pratincola), Lake Manyara NP
Kaffernhornrabe/Southern Ground-Hornbill (Bucorvus leadbeateri), Lake Manyara NP
Lake Manyara NP
Silberwangen-Hornvogel/Silvery-cheeked Hornbill (Bycanistes brevis), Lake Manyara NP
Augurbussard/ Augur Buzzard (Buteo augur) juv., Lake Manyara NP
Kampfadler/Martial Eagle (Polemaetus bellicosus), Lake Manyara NP
Halbmondtaube/Red-eyed Dove (Streptopelia semitorquata), Lake Manyara NP
Schopffrankolin/Crested Francolin (Francolinus sephaena), Lake Manyara NP
Oryxweber/Southern Red Bishop (Euplectes orix), Lake Manyara NP
Dik-Dik, Lake Manyara NP
Impalas, Lake Manyara NP
Zimtbrustbienenfresser/Cinnamon-breasted Bee-eater (Merops oreobates), Lake Manyara NP
Lake Manyara NP
Lake Manyara NP

Weitere Vogelsichtungen, die aber nicht in erforderlicher Foto-Qualität gelungen sind:

 

  • Von-der-Decken-Toko/Von der Decken's Hornbill (Tockus deckeni)
  • Grautoko/African Grey Hornbill (Tockus nasutus)
  • Rüppellwürger/Northern White-Crowned Shrike (Eurocephalus rueppelli)
  • Blaukopfastrild/Blue-capped Cordonbleu (Uraeginthus cyanocephalus)
  • Veilchenastrild/Purple Grenadier (Uraeginthus ianthinogaster)
  • und diverse Webervogelarten.

 

Auf dem Rückweg kauften Andi und Steffi in Mto wa Mbu am Straßenrand noch eine Rispe von den leckeren roten Bananen. Zurück im Camp ging´s für mich erst einmal unter die Dusche und moskitosicher mit DEET einsprühen. Es war immer noch heiß und schwül.

 

Prosper und Jessica hatten uns ein wunderbar schmackhaftes Dreigangmenü gezaubert, welches wir zusammen mit Sikoyo bei einer angeregten Unterhaltung im Restaurant-Barbereich einnahmen.

 

Steffi, Axel und ich waren recht früh im Zelt verschwunden. Allerdings wachte ich durch laute Gespräche und TV auf zwei verschiedenen Geräten nach gut einer Stunde wieder auf. Ich war geladen. Camping mit Buschgeräuschen geht anders!

 

Letztendlich war es weit nach Mitternacht bis endlich Ruhe herrschte. Bar und TV sind für mich ein Grund, diese sonst wirklich sehr schöne Campsite nicht mehr aufzusuchen. Möglicherweise ist man allerdings mit den Zimmern besser bedient. Verkehrslärm der Straße hört man hier jedoch nicht.

 

Mto wa Mbu
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Mto wa Mbu
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