Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

19.10.2013 Sophia Dale, Swakop Revier

Wir dürfen mal wieder die Koffer für Afrika packen...

 

Diese Reise wird etwas Besonderes, denn ich habe die Eckdaten mit einer Hospitation in den staatlichen Windhoeker Kliniken verbunden. Wir sind mit einigen KollegInnen und Freunden aus dem deutschsprachigen Gesundheitswesen als Selbstfahrer unterwegs. Außerdem hat uns ein Teil unserer Familie begleitet, um gemeinsam mit Freunden unterm Sternenhimmel der Namib, am Lagerfeuer meinen 50. Geburtstag zu feiern.

 

Aufgrund der Kosten bin ich bewußt das Risiko eingegangen und habe die Flüge Hannover - Jo´burg auf separatem Ticket bei Turkish Air für 670 € h/r gebucht und dann bei South African Airline ein weiteres Ticket Jo´burg - Walvis Bay - Windhoek - Jo´burg für ca. 300 €.

 

Da wir bei TA 30 kg Freigepäck haben, konnten wir eine dritte Tasche mit in Namibia "dringend" benötigten Waren und Geschenken für unsere Freunde mitnehmen.

 

Unser Sohn Daniel hat uns am Freitag, den 18.10.13 gegen 15:00 Uhr zum Hannover Airport gebracht, wo sich auch meine Schwester zur Verabschiedung einfand (kleines Familientreffen). Von der Familie feiert lediglich mein Onkel und seine Frau in Namibia mit uns. Die beiden sind bereits Ende September Richtung Südafrika geflogen und kombinieren beide Länder miteinander. Gemeinsamer Treffpunkt wird Swakopmund sein.

 

Das Gepäck wurde in Hannvoer anstandslos bis Walvis Bay durchgecheckt und so verabschiedeten wir uns von Daniel - ohne dass er das dritte Gepäckstück wieder mit nach Hause nehmen musste. 

 

Unserer Flug startete pünktlich Richtung Istanbul, wo wir wie immer die Umsteigezeit nutzten und die Raucherterrasse aufsuchten. Menschen aller Herren Länder geben sich in Istanbul die Klinke in die Hand. 

 

Gegen 01:00 Uhr flogen wir weiter und kamen um 09:40 Uhr in Jo´burg an, um gegen 12:00 Uhr mit SAA direkt nach Walvis Bay weiter zu fliegen. 

 

Service und Verpflegung an Bord waren bei TA wie immer vorbildlich. Einzig der Airbus, der nach Jo´burg eingesetzt wird, sollte einmal gegen die modernen Boings 737-900, die auf der Ostafrikaroute fliegen, eingetauscht werden. Die Beinfreiheit ist nicht berauschend auf dem alten Airbus, aber dank Schlaftabletten verging die Zeit wie im Flug!

 

Forumsfreund Jens-Uwe, der gerade auf der Wüstenforschungsstation Gobabeb mit seinem Camper weilte, hatte uns für ein Überflug mit SAA ein weithin sichtbares Zeichen im Namib Naukluftpark versprochen. Doch so sehr ich aus Ausschau hielt, die Flugroute von Jo´burg nach Walvis Bay war leider zu weit von Gobabeb entfernt, um irgend ein Zeichen aus die Höhe auszumachen. Wären wir von Kapstadt nach Walvis Bay geflogen, hätte es geklappt! 

 

Kurz nach 14:00 Uhr schwebten wir dann auf dem kleinen, charmanten Wüstenairport ein. Unser Gepäck konnten wir zügig ohne Zollbeschau in Empfang nehmen und bei Europcar erwartete uns dann schon unser 4x4 Hilux DC mit ca. 23.000 km auf dem Tacho. Die Übergabe war rasch erledigt. Nachdem wir noch einige Fotos vom Zustand des Fahrzeuges gemacht und das Gepäck verstaut hatten ging es los nach Swakopmund. Doch schon auf den ersten Metern bemerkte Jochen, dass der Wagen extrem nach links zog. So riefen wir gleich noch einmal bei Europcar an und vereinbarten einen Werkstatttermin am Montag, den 21.10. An diesem Tag benötigen wir den Wagen nicht, weil wir uns für die kombinierte Katamaran-Sandwich-Harbour-Tour eingeschrieben haben. Einen zweiten Ersatzreifen habe ich auch noch gleich geordert (hatte ich bei Buchung vergessen).

mit SAA über der Kalahari
Namib Naukluft NP
B2 zwischen Walvis Bay und Swakopmund

In Swakopmund angekommen riefen wir zunächst unseren Freund Gerd an und vereinbarten ein spontanes Treffen auf Kaffee und Kuchen im Cafe Anton, um die neuesten Neuigkeiten auszutauschen. Ein kurzer Anruf erfolgte bei unserer Freundin Konny und wir verabredeten uns für die morgige Tour durch das Kuiseb Revier.

 

Anschließend begaben wir uns auf die B2 und dann über die D1901 nach Sophia Dale, wo uns Manfred uns seine Frau Manuela herzlich begrüßten. Unserer Heim für die nächsten vier Nächte war eines der Rondavels am der Zufahrt vom Camp. Manfred und Jochen hatten sofort ein gemeinsames Gesprächsthema, hat Jochen doch ebenso mit 14 Jahren mal Fleischer gelernt. Da wurde dann eifrig gefachsimpelt. Die Chemie stimmt!

mit Gerd im Cafe Anton, Swakopmund
Swakopmund
B2 Richtung Sophia Dale
B2 Richtung Sophia Dale
Rondavels, Sophia Dale

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, erwartete uns im Restaurant (das nicht alle Tage geöffnet hat) ein perfektes gegrilltes Steak. Herzlichen Dank, Manfred!

 

Etwas müde und gleichzeitig auch überdreht fielen wir gegen 21:00 Uhr in die Betten. Ich hatte das Gefühl, das mitten durch das Rondavel LKW´s fuhren. Nächstes Mal buchen wir einen der nach hinten liegenden Bungalows oder aber zelten auf der Campsite, die am weitesten von den Straßen entfernt liegt. Der Schwerlastverkehr hat durch die Minengesellschaften arg zugenommen und die direkte Nähe der Chalets zur D1901 und B2 sind nicht schlaffördernd.

Bungalows, Sophia Dale
Sophia Dale
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