Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

26.10.2015, Papyrus Guesthouse, Entebbe

Aufgrund Jochens Verspätung war die vergangene Nacht nicht so entspannt und erholsam wie die vorangegangene. Gegen sechs Uhr rief Jochen an: er sei nun am Flughafen, aber kein Shuttle-Fahrer in Sicht. Ich klingelte Elias an, der eine Vertretung gesandt hatte, die Jochen an irgendeiner Tankstelle absetze, wo noch Zigaretten gekauft werden sollten. Naja, war schon wieder alles ein wenig afrikanisch verplant, aber funktionierte. Gegen 06:30 Uhr traf Jochen samt Gepäck fröhlich im Guesthouse ein. Für nur 250 € durfte er die nachts gut beleuchteten Pyramiden aus nächster Nähe bestaunen und hatte auf dem Flughafen in Kairo wie auch mit seinen Sitznachbarn im Flieger viel Spaß!

 

Eigentlich hatte ich an diesem Morgen vor den Botanical Garden in Entebbe zu besichtigen, aber die Regenzeit machte mir schon wieder einen Strich durch die Rechnung. Es gewitterte und goss schon wie aus Kübeln. So dehnten wir unser gemeinsames Frühstück ein wenig aus, Jochen holte Dusche und Schlaf nach, während ich auf besseres Wetter wartete, meine ugandische MTN-Sim-Karte ins Handy montierte, aber weniger erfolgreich mit der Micro-Sim für das Tablet war. Da musste noch einmal ein Experte ran.

 

Am späten Vormittag fuhr ich zusammen mit Lydia in die neue Victoria Shopping Mall. Für das Waisenhaus in Fort Portal wollte ich noch Partyschmuck, Spielwaren und Bilderbücher einkaufen. Für einige Dörfer auf der weiteren Route wurden noch Schulhefte, Stifte und Lederfußbälle benötigt. Der ATM (DTU Bank) in der Mall spuckte 5 x 300.000 UGX mit der VISA Explorercard aus. Im netten Restaurant der Mall (Haupteingang Erdgeschoss linkerhand) aßen Lydia und ich sehr gut zu Mittag. Der Cappuccino schmeckte vorzüglich. Auch die Torten sahen verlockend aus. Ich konnte wiederstehen!

Jackfrucht (Artocarpus heterophyllus), Entebbe

Mit unserem Großeinkauf bestückt landeten Lydia und ich wieder im Guesthouse an. Derweil hatte Patrick mittags den bei Douglas gemieteten Landcruiser mit Hatch Roof vollgetankt (!) an Jochen übergeben. Ich hatte dieses Fahrzeug ausgesucht, weil es mich und Steffi bereits im März 2014 sicher und zuverlässig durch Uganda begleitet hatte. Und selbst wenn dieses Mal keine großen Safarianteile in unserer Tour enthalten waren, sind die Straßen, vor allem im Gebirge, nicht zu unterschätzen. Da wir bei Anmietung kein weiteres Equipment bei Douglas bestellt hatten, war auch bis auf die Papiere, ein kleiner Verbandskasten nichts weiter an Zubehör und Werkzeug im Wagen (unser Fehler). Douglas Mitarbeiter Gerald brachte dann noch einen Highlift Jack, ein gutes Abschleppseil und einen Spaten aus Kampala zum Guesthouse. Den Rest des Nachmittags verbrachte Jochen spielend mit Anetts kleinem Sohn Jasper, während ich die Inhalte unserer Taschen umsortierte. Einen Großteil unseres Gepäcks verstauten wir bereits im Wagen und stellten erstaunt fest, dass das Nüvi am Zigarettenanzünder keinen Strom erhielt. Das geht ja mal gar nicht. Ohne funktionierendes Nüvi fahre ich in unbekanntem Gebiet keinen Meter. Also haben wir wieder Douglas informiert, der Gerald und einen Mechaniker aus Kampala schickte. So gegen 19:30 Uhr trafen sie im Papyrus GH ein. Schnell stellte sich raus, dass die Kabel nicht ordnungsgemäß an die Batterie angeschlossen waren. Ein wenig Improvisation und nach einer guten halben Stunde, hatte das Nüvi Saft. Von Lydia verabschiedeten wir uns nach dem Dinner. Sie wollte den kommenden Tag der Familien widmen, da sie am Donnerstag bereits schon wieder geschäftlich nach Europa fliegen musste.

Grauwangen-Hornvogel/Black-and-white-casqued Hornbill (Bycanistes subcylindricus), Entebbe, Uganda
so schön sah unser Gefährt in den folgenden drei Wochen nie mehr aus...
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© Marina Meger 2017