Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

04.10.2012, Murchison Falls NP, Game Drive

Karte Game Tracks Murchison Falls NP, T4 Africa

In der Nacht werde ich gegen 02:00 Uhr von einem gewaltigen Tropengewitter geweckt. Es blitzt im Sekundentakt. Wenigstens übertönte das Donnern die laute Partymusik aus Richtung Fluss! Gegen 07.00 Uhr brechen wir mit Lunchboxes bewaffnet zum geplanten ganztägigen Game Drive in den Nationalpark auf.

 

Wir nehmen zuerst den Queen´s Track und von dort den Albert Track. Belohnt werden wir mit einer grandiosen Landschaft. Vor allem die Uganda Kobs bilden einen schönen Kontrast im grünen Savannengras. Im Hintergrund sehen wir den Lake Albert und die Blue Mountains.

Zufahrt zum Tangi Gate, Murchison Falls NP
Tangi Gate, Murchison Falls NP
Tangi Gate, Murchison Falls NP
Tangi Gate, Murchison Falls NP
Murchison Falls NP
Rothschildgiraffe, MFNP
bis zu den Game Tracks sind es von Paraa auch 20 km!
Büffel, Murchsion Falls NP
Murchison Falls NP
Rothschildgiraffe, Murchison Falls NP
Uganda Kobs, Murchison Falls NP
Uganda Kobs, Murchison Falls NP
Oribi, Murchison Falls NP
im Hintergrund der Lake Albert und die Blue Montains, Murchison Falls NP
Murchison Falls NP

Bedingt durch die Wilderei im vergangenen Jahrhundert stellen auch wir schnell fest, dass sich die Artenvielfalt nicht mit der kenianischer oder tansanischer Parks vergleichen lässt. Größere Bestände an Antilopen bilden die Uganda Kobs, Oribis, Cokes Hartebeest und Defassa-Wasserböcke. Sitagungas, Riedböcke und Buschböcke haben wir hier nicht sichten können, kommen aber wohl vor. Außerdem sind hier die seltenen Rothschild-Giraffen heimisch, die wir auch schon am Lake Nakuru in Kenia besucht haben. Büffel, Elefanten, Warzenschweine und Hippos sind ebenfalls zahlreich im nördlichen Teil des Parks vertreten. Löwen, Leoparden und Hyänen hielten sich vor uns verborgen. Dafür durften wir aber zum ersten Mal die rötlichen Husarenaffen/Patas Monkeys in Augenschein nehmen. Mehr als 420 verschiedene Vogelarten lassen das Herz eines jeden Birders höher schlagen. Wir waren heute erfolgreich mit Scharlachspinten, Kronenkranichen (dem Nationalvogel Ugandas), Spornkiebitzen, Senegalkiebitzen, Feuerwebern, Sattelstörchen und Kuhreihern.

Elefanten, Queen´s Track, Murchison Falls NP
Cokes Hartebeest, Murchison Falls NP
Cokes Hartebeest, Murchison Falls NP
Defassa Wasserbock, Murchison Falls NP
Scharlachspint/Northern carmine Bee-eater (Merops nubicus), Murchison Falls NP
Queen´s Track, Murchison Falls NP
Abzweig Queen´s Track - Albert Track, Murchison Falls NP
Defassa Wasserböcke, Albert Track, Murchison Falls NP
Leberwurst-Baum, Albert Track, Murchison Falls NP
Albert Track, Murchison Falls NP
Uganda Kobs, Albert Track, Murchison Falls NP
Lake Albert, Albert Track, Murchison Falls NP
Cokes Hartesbeest, Albert Track, Murchison Falls NP
Cokes Hartesbeest, Albert Track, Murchison Falls NP
Albert Track, Murchison Falls NP
Grauhals-Kronenkraniche / Grey Crowned-Crane (Balearica regulorum), Albert Track, MF NP
Feuerweber/Northern Red Bishop (Euplectes franciscanus), Murchison Falls NP

Im Jahr 2006 bestätigte Uganda das Vorkommen von riesigen kommerziell nutzbaren Erdölreserven rund um den Lake Albert entlang der westlichen Grenze. Seitdem konnten Geologen mindestens zwei Milliarden Barrel nachweisen.

 

Obwohl nur etwa 25 Prozent der Region erforscht sind, legen einige Berichte nahe, dass es durchaus dreimal so viel sein könnte. Das wäre genug, um Uganda zu einem wichtigen Akteur in der afrikanischen Ölindustrie werden zu lassen. Quelle und weiterlesen...

 

Leider haben die Oil-Companies auch den Murchison Falls NP erreicht. Dies war jedoch (noch) der einzige Bohrturm, den wir gesehen haben. Aber das hohe Schwerverkehrsaufkommen ist auffällig.

Ölförderturm beim Pakuba Airfield, Murchison Falls NP
Husarenaffen/Patas Monkeys, Murchison Falls NP
Husarenaffen/Patas Monkeys, Murchison Falls NP
Paviane, Murchison Falls NP

Da unser Fahrer Jochen vernünftiges Essen benötigt, suchen wir gegen Mittag die Paraa Safari Lodge auf. Wir machen es uns im Poolbereich gemütlich. Die dortige Snackkarte ist ausreichend. Auf ein gemeinsames Set-Menue mit Schicki-Micki-Touris haben wir keine Lust! Der ungesüsste Maracuja-Saft und das Essen ist jedenfalls einen Besuch am Pool wert.

Paraa Safari Lodge, Blick auf den Victoria-Nil, Murchison Falls NP
Paraa Safari Lodge, Murchison Falls NP
Finch’s Rock Agama, (Agama finchi leucerythrolaema), Paraa Safari Lodge

Punkt 15:00 Uhr starten wir bei drückender Hitze und wählen diesmal den Victoria Track mit Ziel „Delta Point". Ich hatte mir darunter vorgestellt, dass man ev. sehen kann, wie hier der Victoria-Nil in den Lake Albert fließt. Fehlanzeige! Außer einem Hinweisstein ist nichts Spektakuläres auszumachen.

Rothschildgiraffen, Murchsion Falls NP
Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
anlandiges Hippo auf dem Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Blue Mountains, Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Delta Point, Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP

Allerdings können wir etwas weiter nördlich riesige Büffelherden und große Gruppen Rothschildgiraffen ausmachen. An der Seeseite tummeln sich die Hippofamilien. Ein ganz wunderbares Fleckchen Erde ist das und wir beschließen hier eine kleine Pause einzulegen und von unserem italienischen Lunchpaket (Maccheroni) zu naschen.

 

Der Albert Track, parallel zum Seeufer gewährt immer wieder schöne Ausblicke auf die fantastische Wasserlandschaft. 

Lake Albert, Murchsion Falls NP
Lake Albert, Murchsion Falls NP
Büffel, Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Büffel, Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Büffel, Victoria Nile Track, Murchsion Falls NP
Sattelstorch/Saddle-billed Stork (Ephippiorhynchus senegalensis), MF NP
Rothschildgiraffen und Büffel, Murchison Falls NP
Rothschildgiraffen, Murchison Falls NP
Rothschildgiraffen, Murchison Falls NP
Oribis, Victoria Nile Track, Murchison Falls NP
Rothschildgiraffe, Murchison Falls NP
Lake Albert, Murchison Falls NP
Leberwurstbaum, Albert Track, Murchison Falls NP
Grauhals-Kronenkranich / Grey Crowned-Crane (Balearica regulorum), Albert Track, MF NP

Wir müssen uns aber nun sputen, da um 19:00 Uhr "abgeschlossen" wird. Von hier sind es noch 38 km bis zum Tangi Gate, Jochen wirft den Turbo ein und die Antilopen flüchten entsetzt mal nach links, mal nach rechts. Punkt 18:50 Uhr checken wir nach kurzem, freundlichen Small Talk am Gate aus. 

 

Zum Dank gab´s im Camp eine erfrischende Dusche und um 20.00 Uhr saßen wir bei immer noch 28° beim Dinner. Jochen schaute wieder etwas sparsam, dabei hätte er heute von der Vorspeise Lasagne Nachschlag erhalten können... Uganda ist definitiv ein Land, in welchem sich Vegetarier wohlfühlen können.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Marina Meger 2017