Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

Toro Babies Home, Uganda

 

 

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun,
können sie das Gesicht der Welt verändern.“

... sagt ein afrikanisches Sprichwort.

 

 

Schenken Sie Kindern, die Furchtbares erlebt haben eine liebevolle Betreuung und eine chancenreiche Zukunft.

Ihre Spende kommt direkt - ohne hohe Verwaltungsgebühren - dem Toro Babies Home zugute. Schon mit 25 € im Monat sichern Sie Nahrung, Kleidung, Gesundheitsvorsorge und Bildung.

 

Im Namen der Kinder des Toro Babies Home bedanke ich mich für Ihre Unterstützung.

Marina Meger, Juli 2019

 

Spendenkonto Partnerschaft Gesunde Welt e.V

Vereinigte Volksbank AG
Kontonummer: 443 739 005
Bankleitzahl: 603 900 00
BIC: GENODES1BBV
IBAN: DE76603900000443739005
Verwendungszweck: "Unterhalt Toro Babies"

 

Haben Sie noch Fragen? Ich nehme mir gern Zeit für Sie.

+49 5286-1292, meger@akademie-ottenstein.de

Dienstag, 12.01.2021 Resettlement von Kasimira in ihre Familie

 

Die kleine Kasimira, ein Schützling von Mother Rosetti, wird heute zurück in ihre Familie bei Bundibugyo gebracht. Dafür hat Betty einen neuen Koffer gekauft, der u.a. mit Kasimiras Kleidung und Spielzeug gefüllt ist. Darüber hinaus erhält sie eine neue Matratze und eine Schlafdecke vom Toro Babies Home. Hebamme Anne, Jamirah und ich begleiten Betty, Fahrer Julius und Mother Rosseti auf einer der schönsten Straßen Ugandas um die Ruwenzoris Mountains in das Semlikital an die kongolesische Grenze. Die geteerte Straße ist sehr kurvenreich und bietet bei klarer Sicht spektaluräre Ausblicke bis zum Lake Albert. Dabei verlieren wir immer weiter an Höhe und es wird tropisch warm, als wir unten im Tal ankommen, dass im westlichen Ostafrikanischen Grabenbruch liegt. Hier ist das Zentrum der ugandischen Kakaoproduktion. Inwieweit Kasimira mitbekommt, das sie heute das Toro Babies Home und ihre Mother Rosetti verlassen muss, kann ich schlecht einschätzen. Fröhlich schaut sie jedenfalls nicht aus. Anne begleitet uns, da sie zwei von ihr betreute zu früh geborene Zwillinge besuchen möchte, Kato und Insingoma. Kinder, die das Babyheim in die Familien zurück gesiedelt hat, werden regelmäßig besucht und ihr Entwicklungszustand überwacht. Die Zwillinge schauen gesund und gut ernährt aus. Anne hat für beide ebenfalls eine neue Matratze mit im Gepäck.

Kasimira wird zurück in ihre Familie gebracht

Montag, 11.01.2021

 

Im Toro Babies Home sind die Maler erneut am Werk und streichen das von mir nicht abgenommene Geländer erneut.

Die Malerarbeiten in Haus No. 4 sind gerade abgeschlossen. Nun muss die Farbe noch trocknen. Ein Elektriker muss das Licht und die Stromversorgung reparieren, kaputte Möbel aus dem Altmöbelbestand sollen vom Tischler instandgesetzt werden und die defekten Schlösser in den Türen müssen ebenfalls noch ersetzt werden. Mother Doreen ist zusammen mit einigen anderen Müttern mit der Einrichtung und dem Bestücken der Räume beschäftigt. 

Mother Rosetti mit ihren Schützlingen

Um 14:00 Uhr beginnt das kurzfristig einberufene Board Meeting. Wir besprechen u.a. die Wichtigkeit der Einstellung einer Erzieherin, deren Gehalt von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. finanziert werden und die sich besonders um die besonderen Bedürfnisse und die Entwicklung der behinderten Kinder kümmern soll, die mit allen Kindern singen und spielen soll. Gerade jetzt im Lockdown - unsere Kids besuchen seit fast einem Jahr nicht mehr die Nursery School - hätten sie sehr von einer Erzieherin im Heim profitieren können. An ihrem Verhalten bemerkt man die Defizite recht deutlich. Sie singen und tanzen nicht mehr so viel, wie noch vor einem Jahr.

 

Mir ist es sehr wichtig, das Partnerschaft Gesunde Welt e.V. zukünftig die Bauarbeiter und Handwerker für unsere Projekte direkt bezahlt, damit wir auf die Ausführung Einfluss nehmen können. Natürlich werden wir nach wie vor die Notwendigkeit der Maßnahmen gemeinsam abstimmen.

 

Wir kommen überein, dass wir versuchen wollen von Procter & Gamble, dem Windelhersteller und Nestlé, dem Säuglingsnahrungshersteller, dauerhaft mit Sachspenden beliefert zu werden. Es wäre wunderbar, wenn die Bischöfe diesbezüglich eine schriftliche Anfrage an die beiden Firmen richten können. Father Joseph erklärt sich bereit, dies zu veranlassen.

 

Ich freue mich sehr, dass ich nochmals die Möglichkeit erhalten habe direkt mit dem Board zu kommunizieren. 

Freitag, 08.01.2021

 

Leider konnte ich heute Morgen nicht auf das Grundstück des Babyheims fahren, da die Straßenbauarbeiten nun in Fort Portal eingekommen sind und der Grader die Auffahrt zugeschoben hat. Also bin ich erst einmal Stoff einkaufen gefahren und habe auch einfach Schuhe für die Kids gekauft. Anschließend habe ich mich für die Durchsicht der Angebote, das Schreiben der Reports und die Fotobearbeitung mit dem Laptop im Dutchess Restaurant niedergelassen. Hier ist immer für guten Kaffeenachschub gesorgt. Gegen Mittag kam Betty und holte das Geld für die Malerarbeiten in bar bei mir ab. Das Ausbessern und Streichen des Esszimmers in Haus No. 4 kostet 243.000 UGX / 54 €. Die Arbeiten sollen über das Wochenende ausgeführt werden.

 

Vom Kyaninga Child Development Center wird auch eine offene Rechnung für die Therapiestunden unserer behinderten Kinder im Jahr 2020 zur Begleichung durch mich weitergereicht. Darüber hinaus habe ich kürzlich für die wunderbare Arbeit des Child Developmental Centers 200 € Spende von Partnerschaft GW auf das Konto von Kyaninga CDC überwiesen.

 

Matron Betty hat zur Zeit überhaupt keinen Urlaub. Lediglich hin und wieder hat sie ein freies Wochenende. Dies muss sich meiner Ansicht nach ändern. Wenn Joan einen Führerschein hat, kann auch sie das Auto im Notfall fahren, um Kinder ins Krankenhaus zu begleiten oder ausgesetzte Kinder abzuholen. Dies kann der Fahrer nicht alleine machen. Fahrstunden inklusive Führerschein sollten maximal 170 € kosten. Das Projekt Führerschein für Joan möchte ich gerne finanzieren.

 

Nachmittags ist das Babyheim wieder anfahrbar. Betty und die Mothers sitzen gerade in einem Staff Meeting. Ich gebe rasch die Schuhe ab, bevor ich wieder über die Mugusu Road nach Kabahango auf die Farm zurückkehre.

Donnerstag, 07.01.2021

 

Am heutigen Donnerstagmorgen erwartet mich Plumber David bereits im Toro Babies Home. Wir möchten heute zusammen mit Betty alle notwendigen Materialien für das Wassertankprojekt und die Haushaltsgegenstände für das wiederzueröffnende Haus No. 4 einkaufen. Von Mariam Kluge habe ich die Telefonnummer ihres Tischlers erhalten, der die Decken auf der Farm so wunderbar instandgesetzt hat. Ich rufe ihn an und etwa eine dreiviertel Stunde später ist er zusammen mit seinem Gehilfen vor Ort, um ein zweites Angebot zur Deckensanierung zu erstellen. David soll diese Maßnahme in meinem Auftrag beaufsichtigen und zusammen sind die drei etwa 2 Stunden mit dem Vermessen beschäftigt. Der Tischler soll darüber hinaus auch noch einige Möbel für Haus 4 reparieren. Der Glaser wird angerufen, um einige Scheiben im Haus 4 zu erneuern und Betty organisiert einige starke Männer aus der Stadt, die die alten, untergestellten Möbel und Hilfsmittel aus dem Haus 4 räumen, damit sie dann Morgen einen neuen Lagerplatz finden. Nach dem obligatorischen Mittagessen im Dutchess setzen wir David im "Baumarkt" ab, ich ziehe Bargeldnachschub am ATM, während Betty schon im China-Supermarkt mit dem Erwerb der Haushaltsgegenstände begonnen hat und ich auch die bestellte Säuglingsnahrung für die nächsten Wochen begleiche, die immer noch nicht aus Kampala eingetroffen ist.

 

Verschiedene Dinge müssen wir noch in andren Läden erstehen bevor wir dann spät am Nachmittag wieder im Babyheim sind. Das Haus No. 4 ist bereits leer geräumt, die alten Möbel türmen sich im Garten. Ich besichtige das Haus nochmals zusammen mit Betty und entscheide, dass das Esszimmer nicht in Betrieb genommen werden kann. Farbe und Putz fallen von der Wand. Hier muss erst einmal der Maler ran. David verspricht auf dem Nachhauseweg seinen Maler damit zu beauftragen über das Wochenende tätig zu werden. Die Umzugstruppe wird von mir entlohnt und auch der Glaser erhält seinen Betrag für die rasche Ausführung der Glasarbeiten. In der Veranda vor dem Office sitzt wieder der fleißige Schneider und flickt heute Kinderkleidung. Auf Nachfrage erklärt er sich bereit zwei interessierten Müttern das Nähen auf unserer neuen Nähmaschine beizubringen, damit sie einfache Ausbesserungen selbst vornehmen können und die gute Maschine nicht verstaubt. 

Haus No. 4 wurde entrümpelt
Einkauf von notwendigen Haushaltsgegenständen zur Inbetriebnahme von Haus No. 4

Die junge Laundry-Mother Annet, die seit dem Frühjahr im Babyheim arbeitet und deren Gehalt Partnerschaft Gesunde Welt finanziert ist sehr sympatisch. Ich bitte sie doch auch nachts in der elektrischen Waschmaschine zu waschen, da das Stromnetz nachts viel stabiler ist.

Das ist unsere Laundry-Mother Annet, die die Mütter bei der Wäsche unterstützt.

Die kleine geistig und körperlich behinderte Gift bereitet mir Sorgen. Sie schaut sehr unglücklich aus! Nächste Woche Mittwoch habe ich ein Treffen mit Fiona Beckerlegge von Kyaninga CDC. Ich möchte den Fall mit Fiona und den Therapeuten besprechen und eine Therapielösung für Gift finden, die sie in ihrer Entwicklung unterstützt. Wir suchen dringend Pateneltern für die kleine Gift!

Gift
Gift schaut zu, wie die anderen Kinder auf dem Spielplatz rumtoben.

Mittwoch, 06.01.2021

 

Am Mittwoch, den 06.01. hatten wir dann um 10:00 Uhr unser gemeinsames Zoom Meeting mit Father Joseph, Tore, dem norwegischen Vertreter von Barn Trenger for Eldre/Children Need Parents, Matron Betty, Anne und mir. Hebamme Anne, die sehr oft im Babyheim vor Ort ist, berichtet, dass wir viele Kinder mit wunden und entzündeten Po haben. Die Mutter sind aufgrund der vielen kleinen Babys überfordert und kommen mit dem Windeln wechseln nicht so nach, wie sie es eigentlich sollten. Wir wünschen uns sehr, dass die Herstellerfirmen für Windeln und Säuglingsnahrung dauerhaft mit Sachspenden helfen können und suchen einflussreiche Personen, die mit diesen Firmen in Kontakt treten. Es  hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig doch Kommunikation ist und wie schnell man dann Missverständnisse aus dem Weg räumen kann. Wir vereinbaren zukünftig alle Vierteljahr eine Zoom-Konferenz einzuberaumen. Die norwegischen Partner sind unzufrieden, dass das leerstehende Haus No. 4 immer noch nicht eröffnet wurde. Vereinbahrt war, dass dies zu Jahresanfang geschehen und die Norweger das Gehalt einer neuen Mutter übernehmen wollten. Ich kümmere mich darum, dass die dafür notwendigen Schritte morgen eingeleitet werden und wir das Haus noch nächste Woche in Betrieb nehmen können, damit jede Mutter einige Kinder abgeben kann und so mehr Zeit für die Betreuung der verbleibenden Kinder bleibt.

 

Darüber hinaus haben Betty und ich in der Stanbicbank direkt beim Manager nach der fehlgeleiteten Überweisung der Norweger forschen lassen. Er hat versprochen der Sache auf den Grund zu gehen.

Leider ist zur Zeit keine Babymilch mehr in Fort Portal zu bekommen. Alle Dosen sind kurz vor Ablaufdatum. Im Chinasupermarkt verspricht man uns für Morgen eine Lieferung direkt aus Kampala. Ich kaufe noch eine Dose im Andrews Supermarkt ein, damit es wenigstens für Morgen reicht.

 

Mit Buchhalterin Joan bin ich heute noch alle wichtigen Originalrechnungen über unsere Projekte durchgegangen und habe Kopien für die Buchhaltung von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. angefertigt. Das ist auch immer eine langwierige bürokratische Angelegenheit. 

Dienstag, 05.01.2021

 

Ein junger Säugling wird aufgenommen. Der kleine Keron ist 4 Monate alt und wurde in das Toro Babies Home gebracht, weil seine Eltern sich nicht um ihn gekümmert und ihn verlassen haben. Da er stark unterernährt und anämisch ist, wird er sofort in das benachbarte Kabarole Hospital eingeliefert und erhält Glukose sowie später eine Blutransfusion, berichtet Matron Betty.

Joan mit dem unterernährten Keron

So wie auf Kluges Guest Farm soll die Deckenverkleidung repariert und marode Platten ausgetauscht werden. Dafür müssen zuvor sämtlich Löcher im Dach abgedichtet und die Platten gestrichen werden, bevor sie mit Holzleisten fixiert werden.

Deckenverkleidung auf Kluges Guest Farm
Die von Father Joseph beauftragten Tischler beim Aufmaß für das Angebot.

Nach einer weiteren Besprechung mit Betty haben wir uns am Nachmittag zusammen das SOS-Childrens-Village in Fort Portal angeschaut, welches vom österreichischen SOS-Ableger finanziert wird. Hier finden viele unserer älteren Kinder Aufnahme, wenn sie nicht zurück in die Familien integriert werden können. Tatsächlich können die Mütter im SOS-Kinderheim eine eigene Familie gründen. Die eigenen Kinder werden einfach im Familienhaus mit betreut. Die Zeiten ändern sich.

Nach wie vor benötigen wir neben dem Gas für den Gasherd auch noch Feuerholz, denn Matoke, Posho und Beans werden traditionell auf Holzfeuer gekocht. Das funktioniert einfach nicht auf dem Gasherd. Der Rauchabzug in der alten Küche wurde jedoch gründlich gereinigt und instandgesetzt. Nun räuchert es nicht mehr lebensgefährlich in der Küche.

Feuerholz

04.01.2021, Fort Portal

 

Um 12:00 Uhr traf ich mich mit Father Joseph, dem Chairman des Toro Babies Home im Dutchess für eine Besprechung unter vier Ohren, die wir anschließend im Babyheim mit Anne und Matron Betty fortgesetzt haben. Wir müssen über einige grundlegende Angelegenheiten beraten, ein Zoom Meeting mit allen großen Spendenorganisationen für Donnerstag anberaumen und für den kommenden Montag ein Board Meeting einberufen.

 

Die Deckenverkleidung in vier Kinderhäusern ist marode und droht teilweise auf die Betten zu stürzen. Hier müssen wir dringend reparieren. Das gilt auch für sämtliche Veranden. Joseph vereinbart mit einem Tischler, dass dieser Morgen einen Kostenvoranschlag über die Arbeiten erstellt. Außerdem bin ich nicht zufrieden mit dem Aussehen der Geländer, die erst vor ca. sechs Wochen fertiggestellt wurden. Da müssen die Maler nochmals ran und ausbessern.

 

Damit endlich die nasse Wäsche nicht mehr auf den Geländern getrocknet wird, beauftrage ich Plumber David, meine rechte Hand im Babyheim, einen Kostenvoranschlag für drei große Wäscheständer im Garten und weitere Leinen in den Veranden zu erstellen. In der Sonne trocknet die Wäsche einfach schneller. Das Wäscheleinenprojekt wird etwa 300 € kosten. 

 

Die letzte Zahlung unserer norwegischen Freunde, die regelmäßig monatlich die Gehälter und ebenfalls einen großen Anteil an den laufenden Kosten für Lebensmittel und Non-Food, ist leider aufgrund eines Zahlendrehers in der Kontoverbindung nicht auf dem Konto des Toro Baby Heims angekommen. So ist nun mittlerweile keine Geld mehr da, um Babynahrung und andere notwendige Dinge zu kaufen und das Personal muss auf seine Gehälter warten.

Projektplanung mit Anne und Plumber David

01.01.2021, Neujahr

 

Frohes neues Jahr! Es kann nur besser werden! Mit einigen Sweets für die Kids und Mothers bewaffnet fahren Jalirah und ich Neujahr auf einen Kurzbesuch ins Babyheim. Vorher unternehmen wir jedoch einen Ausflug zur Kyaninga Lodge, die außerhalb von Fort Portal an einem Kratersee liegt und vom Briten Stephen und seiner Frau betrieben wird. Beide haben einen behinderten Sohn, der wohl den Anstoß dafür gab, dass die Eltern das nun so erfolgreich agierende Kyaninga Child Development Center in Fort Portal gründeten, in dem die Community-Kinder adäquate Therapien erhalten und das auch Aufgaben der Frühen Hilfen übernimmt.

Ausblick auf der Kratersee von der Kyaninga Lodge

31.12.2020 Silvester

 

Mariams Nichte 10 Jahre alte Jalirah ist in Kabahango, auf Kluges Guest Farm zu Besuch. Sie ist ein blitzgescheites junges Mädel und ich mag sie sehr gerne. Damit ich mobil bin haben mir Mariam und Stefan wieder großzügigerweise ihren Allradvan zur Verfügung gestellt. Am Silvestertag begleitet mich Jalirah nach Fort Portal. Wir holen zunächst meinen Patensohn Hillary in seinem Zuhause ab. Die Wiedersehensfreude - auch mit Hillarys Vater - ist wie immer überwältigend. Sarah, die ältere Schwester Hillarys, wohnt zur Zeit in Fort Portal. Sie hat dort eine lokale Sponsorin für ihre Ausbildung gefunden. Wir nehmen Hillary mit in die Stadt. Am ATM der Absa-Bank (ehemals Barclays Bank) fülle ich meine Bargeldvorräte auf, die zum Teil im chinesischen Supermarkt wieder für Lebensmittel, special needs und Gummistiefel für Hillary ausgegeben werden. Während ich den Van in der Waschanlage neben dem Gardens Restaurant innen und außen waschen lasse, erfreuen sich die Kids im Gardens Restaurant an einem Eisbecher. Schoko für Hillary, Erdbeer für Jalirah. Coronabedingt bleiben die Gäste aus und der Parkplatz ist verwaist. Im gegenüberliegenden Mpanga Market erstehen wir später noch frisches Obst und Gemüse, sowie Schuhe und T-Shirts für den Jungen. Das Jahresende begehen wir-  wie auch letztes Jahr - mit einem leckeren Barbecue im wunderschönen Blumengarten von Kluges Guest Farm am Lagerfeuer. 

Hillary and Jalirah beim Eisessen im Gardens

Nachdem wir Hillary wieder in seinem Dorf abgeliefert haben, sagen Jalirah und ich noch kurz im Babyheim hallo. Die gehandicapte Rachel und Mary freuen sich sichtlich über meine Rückkehr. Auch der geistig behinderte Stephen scheint mich wiederzuerkennen. Zwei kleine Frühgeborene, ein Zwillingspaar, hat das Babyheim auch zu versorgen. Darum kümmert sich u.a. auch die Schweizer Hebamme Anne Genier. Großen Anklang findet der sanierte Spielplatz bei den Kids. Die Spielgeräte wurden kürzlich mit Spendenmitteln von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. repariert, erneuert und angestrichen. Bei der Besichtigung der Häuser fällt mir in vier Häusern die marode Deckenverkleidung auf. Teilweise drohen Teile der Verkleidung in die Betten und auf die Kinder zu fallen. Hier müssen wir dringend Abhilfe schaffen! Dies gilt ebenso für die Deckenverkleidung in den Veranden.

30.12.2020 Besuch in Fort Portal

 

Nach nur 4,5 Stunden Fahrt bin ich von Kampala aus kommend bereits um 11.00 Uhr mit meinem Fahrer in Fort Portal "eingeflogen". Die ersten üppig grünen Teeplantagen kurz hinter Kyenjojo kündigen die Region Westuganda um Fort Portal an. Wir frühstückten im Dutchess Restaurant und warten auf Anne Genier, die Schweizer Hebamme, die hier zusammen mit ihrem ugandischen Freund, einem Künstler, lebt und bereits wieder seit Anfang Oktober im Land ist. Sie gibt mir ein kurzes Update über das Toro Babies Home, das sie regelmäßig beuscht. Vor allem kümmert sie sich sehr um unsere frühgeborenen Kinder. Danach liefere ich noch kurz die von Matron Betty bestellten 100 Babyflaschen, Sauger und Holzspielzeug bei Joan im Babyheim ab, bevor wir weiter nach Kabahango auf Kluges Guest Farm fahren. Die Rechnung hat Partnerschaft Gesunde Welt e.V. übernommen.

Anne Genier, die schweizer Hebamme, ist nun auch Mitglied bei Partnerschaft Gesunde Welt e.V.
Joan nimmt die Flaschen, Sauger und das Zubehör für unsere Spielzeugküche in Empfang.
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© Marina Meger 2020