Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

10.07.2014, Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo, 242 km

Es dauert nicht lange und Sikoyo wird geblitzt... Diesmal geht´s aber ein wenig schneller bis man sich handelseinig ist.

 

Auf dem Tan-Zam-Highway sind viele Trucks unterwegs, deren Ladung unzureichend gesichert ist, die ein wahnsinniges Tempo drauf haben, auch innerorts mit Tempo 80 oder 90 überholen und die in Deutschland keinen TÜV überstehen würden. Die klapprigen, bunten Überlandbusse toppen das Verkehrsspektakel hinsichtlich der Geschwindigkeit noch. Die Fahrer dieser Busse vertrauen einfach auf die angemalten Bibelverse hinten am Bus!

 

Landschaftlich gefällt mir diese grüne und bergige Gegend ausgesprochen gut. Irgendwo unterwegs finden wir an einer landwirtschaftlichen Kooperative noch ein nettes Plätzchen für eine Lunchpause. Man ist sogar so nett und schließt die Toilette für uns auf.

Karte Iringa - Hondo Hondo 10.07.2014, T4Africa
Tan-Zam-Highway zwischen Iringa und Mikumi
...noch mehr rote Zwiebeln für Afrika!
Tan-Zam-Highway zwischen Iringa und Mikumi
zur Abwechselung mal Tomaten satt!
...noch mehr rote Zwiebeln für Afrika!
Tan-Zam-Highway zwischen Iringa und Mikumi
Tan-Zam-Highway zwischen Iringa und Mikumi
...noch mehr rote Zwiebeln für Afrika!

Es ist bereits nach 15:00 Uhr als wir uns den Kitonga Hills mit ihren teilweise bis zu 2100 m hohen Gipfeln nähern. Das Nüvi sagt Serpentinen voraus, die Schildern warnen, dass man vor Beginn der Fahrt seine Bremsen kontrollieren soll und slowly (pole pole) fahren möchte! Scheint aber nicht für Trucks und Busse zu gelten. Wir haben natürlich mal wieder eine Schildkröte beim Aufstieg vor uns. Der Truck schafft keine 5 km/Stunde. Überholen unmöglich (ohne sein Leben auf´s Spiel zu setzen). In fast jeder Kurve hat´s einen liegengeblieben Truck. Einem ist die Ladung abhanden gekommen, dem nächsten sind die Bremsen überhitzt...

 

Aber das Panorama in der Kintonga Gorge entschädigt für viele Widrigkeiten. Wir überqueren den Pass auf ca. 1400 m Höhe und dann geht´s wieder hinunter ins Lukosi River Tal. Links und rechts wird auf fruchtbarem Boden viel gefarmt (hauptsächlich rote Zwiebeln).

Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway
Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway
Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway
Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway
Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway
Kitonga Hills, Tan-Zam-Highway, Foto: A. Köhler
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Kitonga Gorge, Tan-Zam-Highway
Lukosi River Valley, Tan-Zam-Highway zwischen Mtandika und Mbuyuni

Bei Mbuyuni (Platz der Baobabs) sind wir dann mal wieder am Ruaha River, der in nördlicher Richtung zwischen dem Ruaha NP und Mbuyuni zwecks Stromgewinnung aufgestaut wurde. Und nun säumen tatsächlich unzählige bizarre Baobabs den Straßenrand im Ruaha River Valley. Welch eine traumhaft schöne Szenerie! So langsam bedauere ich, dass wir die Tour lnicht verlängern konnten. Die ganze Gegend rund um die westlichen Udzungwa Mountains inklusive Ifakara und Kilombero Valley wandert auf meine Reiseagenda und wird in die nächste Südtansaniatour eingebaut.

 

Rechts von uns liegen die imposanten Bismarck Mountains und das wunderbar grüne Ruaha River Valley, die Nordgrenze des Udwungwa Mountains Nationalparks. Einige Kilometer vor Mikumi verlässt uns der Ruaha River und knickt nach Süden ab. Dafür werden wir linkerhand mit wunderschönen Bergwäldern entschädigt.

Karte Udzwungwa Mountains und Umgebung UFC
Brücke über den Great Ruaha River bei Mbuyuni
Baobab Valley/Ruaha River Valley, Tan-Zam-Highway
Baobab Valley/Ruaha River Valley, Tan-Zam-Highway
Baobab Valley/Ruaha River Valley, Tan-Zam-Highway
Baobab Valley/Ruaha River Valley, Tan-Zam-Highway
Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains
Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains
Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains
Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains
Tan-Zam-Highway, Bisrmarck Mountains

Es ist schon 17:30 Uhr als wir endlich in der Tiefebene und Abendsonne Mikumi vor uns liegen sehen. Wir lassen das südliche Hochland endgültig hinter uns. Direkt ab Ortseingang des quriligen Mikumi biegen wir auf sehr guter Teerstraße rechts ab Richtung Ifakara. Zahlreiche Schilder werben für Accommodation in der Nähe des Udwungwa Nationalparks. Für das Forest Camp sind noch genau 60 km ausgeschrieben. Unser Nüvi stimmt zu.

 

Auch hier geht´s nur langsam voran, denn viele Trucks sind unterwegs und die Straßen sehr bevölkert. In Kilombero fällt sofort das große Elektrizitätswerk ins Blickfeld. In der Nähe hat man den Ruaha River ein weiteres mal aufgestaut. Das E-Werk liefert die Hälfte des Energiebedarfs von Morogoro und Dar Es Salaam. Schließlich passieren den Fluss erneut und sehen zum ersten Mal die TaZaRa (Tanzania-Zambia Railway), die über Ifakara um die Udwungwa Mountains herum Richtung Mbeya und Sambia führt. Kurz hinter Kilombero ist dann schlagartig Schluss mit lustig. Der Teerbelag hat sein Ende gefunden und wir eine schlaglöcherige Murram Road durch dicht besiedeltes Gebiet.

vor uns Mikumi
Mikumi
Mikumi
Mikumi
Mikumi
Mikumi
Mikumi
zwischen Mikumi und Kilombero
zwischen Mikumi und Kilombero
zwischen Mikumi und Kilombero
zwischen Mikumi und Kilombero
zwischen Mikumi und Kilombero
Udzungwa Mountains
zwischen Mikumi und Kilombero
zwischen Mikumi und Kilombero
TaZaRa-Brücke über den Ruaha River bei Kilombero

Zu unserer Rechten werden die Gipfel der hohen Udzungwa Mountains gerade noch vom letzten Sonnenlicht beschienen, während sich zu unserer Linken die größten Zurckerorhrplantagen Tansanias endlos bis an den Horizont erstrecken. Dies ist definitiv das Zentrum der Zuckerindustrie. Gerade noch bevor es völlig dunkel wird, erreichen wir um 19:00 Uhr die ca. 500 Meter lange Zufahrt zum Udzungwa Forest Camp, welches direkt an den gleichnamigen Park angrenzt. An der Rezeption schreiben wir uns ein und begeben uns wegen der späten Stunde mit unseren Fahrern zunächst zum Dinner in den etwas entfernten Restaurantbereich. Das Abendessen ist ganz ordentlich. Das Frühstück für den folgenden Morgen muss am Vorabend gemäß umfangreicher Karte bestellt werden. Die Auswahl ist recht gut. Sikoyo & Co. werden sich im nahen Hondo Hondo eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Unsere Pläne für den morgigen Tag sehen für Axel, Claudio, Prosper und Sikoyo eine Wanderung zu den Sanje Falls im Nationalpark vor, während Jochen, Lazaro und ich spät frühstücken und dann spontan entscheiden werden. Erst einmal die Lage sondieren und Informationen einholen...

 

Nach dem Essen erhalten wir unsere "Luxery Tents" zugewiesen. Unseres ist Zelt 2, sehr schön in den Wald integriert. Das Tent ist sauber und recht groß. Vor allem der Badbereich ist tatsächlich luxery. Warmes  Wasser zum Duschen gibts allerdings nur tagsüber, da die Solaranlage über keinen Speicher verfügt. Akkus und Handys können direkt im Zelt während der Generatorzeiten aufgeladen werden. Für das Double/FB zahlen wir 255 US$ pro Nacht (Single 153 US$).

Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo
Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo
Ensuite Tent, Udzungwa Forest Camp
Tent 2, Udzungwa Forest Camp, Hondo Hondo

Axel rückt endlich zum gemeinsamen Schlummertunk vor unserem Zelt den in Istanbul erstandenen Glenfiddich raus. Völlig platt vom langen, sehr anstrengenden Fahrtag geht´s dann rasch in die bequemen Betten. Wir lauschen noch eine Weile den Rufen der Colobusaffen und Hornbills, bevor wir ins Reich der Träume entschwinden.

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© Marina Meger 2017