Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

07.03.2014 Kazinga Channel, Queen Elizabeth Nationalpark, 78 km

Früh haben uns die Hippos aus dem Bett geworfen. Vor dem Chalet konnte ich sie allerdings nicht sichten. Afrika ist ein Dorf: Beim Frühstück lernte ich Jan aus Namibia kennen. Er ist der Besitzer der Huab Lodge und war mit Frau Suzi und Freunden auf Ostafrika-Safari. Suzi scheint ebenfalls ein Faible für die Vogelwelt zu haben. Vielleicht werden wir auf einer unserer nächsten Namibiareisen die dortige Vogelwelt erkunden.

 

Von Wolfgang, Thea und Siggi verabschiedeten wir uns herzlich. Sie müssen zurück nach Entebbe.

 

Gegen 08:00 Uhr machten Steffi, Daniel und ich uns dann auch auf zur Mweya Lodge. Es sah so aus, als würde es gleich wieder ein Gewitter geben. Das waren keine guten Vorzeichen für die Bootstour. Aus Zeitgründen wählten wir die Zufahrt über das Maingate und wurden nicht enttäuscht.  Rechterhand im Graben lag ein Büffelriß, allerdings ohne Löwen und wenig später lief eine Hyäne direkt vor unserem Fahrzeug auf dem Weg. Sie hatte sich ein Uganda-Kob-Junges geschnappt und sicherte die Beute im hohen Gras, um sie in Ruhe fressen zu können.

 

Aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse verschob ich den Start unseres Bootstrips an der Rezeption der Mweya Lodge und widmete mich zunächst der hiesigen Vögel.

Hyäne mit Beute, Queen Elizabeth NP
Hyäne mit Beute, Queen Elizabeth NP
Braunflügel-Mausvogel/Speckled Mousebird (Colius striatus), Mweya, Safari Lodge, QENP
Sumpfschnäpper/Swamp Flycatcher (Muscicapa aquatica infulata), Mweya Safari Lodge, QENP

Gegen 09:45 Uhr hat der Bootsführer entschieden, dass sich die Schleusen des Himmels nicht öffnen werden und wir fuhren mit Daniel runter zum Bootsanleger. Die Überraschung war groß, wir hatten das Lounge-Boot "Kingfisher", welches ein wenig größer und luxuriöser wie unser kleines Boot von 2012 war. Weitere Gäste werden nicht mit an Bord sein und die Crew bot unserem Driver Daniel an, den Trip kostenfrei mitzumachen. Außerdem hatten wir neben dem Bootsführer eine Vogelkundlerin der Lodge an Bord und im Gegensatz zu 2012 gab´s diesmal auch leckeres Fingerfood. Einzig das trübe Licht drückte noch meine Stimmung. Die Tiersichtungen waren gewohnt exzellent, aber das kleinere Boot aus 2012 war noch wendiger. Beim nächsten Mal werden wir den Bootstrip einmal für nachmittags anvisieren und wieder auf dem kleinen Kutter bestehen.

 

Besonders spannend war eine Hippomutter mit ihren erst vier bis fünf Tage alten Nachwuchs. In dieser Zeit sind die Mütter eher an Land wie im Wasser anzutreffen. Das Kleine hatte in etwa die Größe des Kopfes der Mutter. Und als sich ein Elefantenbulle den Beiden näherte, sicherte die Mutter ihr Junges gegen den Eli und die Größenverhältnisse wurden visualisiert.

 

Ganz übel zu kämpfen hatte ich auf den Kazinga Channel übrigens mit den Tsetses. Gegen 12:00 Uhr legten wir an der Jetty der Mweya Lodge an. Steffi ging es gar nicht gut. Ihr war übel, sie hatte Durchfall und vermutlich leichtes Fieber. Mit Mühe und Not schafften wir es zurück zur Bush Lodge. Ich hätte sie ja gleich vom Arzt der Mweya Lodge untersuchen lassen, aber das lehnte sie strikt ab.

 

Im Bush Camp ging Gott sei Dank ein frischer Wind und im Chalet Elephant, welches nachmittags in der Sonne steht, war es erträglich. Daniel schickte ich für heute in den Feierabend. Morgenfrüh verabredeten wir uns zum Game Drive.

Die Crew vom "Kingfisher" Boot, QE NP
Daniel, QE NP

Den weiteren Nachmittag verbrachte ich im Camp und lernte einen 30jährigen Brasilianer kennen, der den afrikanischen Kontinent für sich erobert. Wir tauschten Safarilatein aus und er kann mir behilflich sein mit der Planung unserer Brasilienreise in 2017.

 

Zum Dinner schaute Steffi noch einmal kurz auf den Teller, nur um rasch wieder Richtung Chalet zu verschwinden.

 

Die besten Lagen der Chalets haben meines Erachtens Crocodile, Elephant, Leopold und Hippo. Außerdem bietet die Lodge auf der Campsites Lazy Tents an, welche teilweise auch über einen guten Blick über den Kazinga Channel verfügen und natürlich günstiger vom Preis sind.

 

Steffi siechte vor sich hin während ich dem Jaulen der Hyänen und den grunzenden Hippos lauschte.

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© Marina Meger 2017