Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

06.06.2015, Enisala, Tulcea

Ganz früh, gegen 06:00 Uhr hatten Edeltraud und ich schon wieder eine Verabredung. Das Lodgegrundstück fällt zum Babadagsee hin ab. Im sumpfigen Uferbereich suchte einer der zahlreichen Wiedehopfe sein Abendessen und der kleine Schreihals (Drosselrohrsänger) gab im Schilfgürtel eine Kostprobe seines Repertoires.

Wiedehopf/Eurasian Hoopoe (Upupa epops epops), Enisala
Drosselrohrsänger/Great Reed-Warbler (Acrocephalus arundinaceus), Enisala
Kuckuck/Common Cuckoo (Cuculus canorus canorus), Enisala, Romania
Drosselrohrsänger/Great Reed-Warbler (Acrocephalus arundinaceus), Enisala
Türkentaube/Eurasian Collared-Dove (Streptopelia decaocto decaocto), Enisala, Romania

Ich glaube, Günther und Jochen waren ganz froh, dass wir zu viert unterwegs waren, denn so mussten sich die Männer nicht früh morgens aus dem gemütlichen Bett quälen, um den Begleiter für morgendliche Exkursionen in die Natur zu spielen.

 

Die Pirole haben wir leider nicht ablichten können, dafür saß aber einer der sehr zahlreichen Kuckucke für längere Zeit still, wenn auch in großer Entfernung. Ganz massiv störte mich jedoch das Verhältnis zur Müllentsorgung. Auf der Lodgegrundstück (möglicherweise gehört es auch zum direkten kleinen Nachbarhaus) wird der komplette Müll einfach den Hang runter gekippt und verschandelt mit entsprechenden Folgen die Natur. Das stört den westeuropäischen Touristen doch gewaltig. Mir ist wirklich ein Rätsel, wie diese Unterkunft zusammen mit einer Handvoll anderer restaurierter oder architektonisch interessanter Unterkünfte Einzug in das künstlerisch gestaltete Buch Guesthouses in Romania gefunden hat. Allerdings gibt es in der näheren Umgebung auch keine Konkurrenz. Den Spagat  zwischen privatem Feriendomizil und Tourismusgewerbe hat Gibi meines Erachtens noch nicht bewältigt. Nichtsdestotrotz würden wir auf jeden Fall wieder kommen, da Landschaft und Tierwelt hier einmalig sind und wir auch keine hohen Ansprüche haben.

 

Das gemeinsame Frühstück gegen 09:00 Uhr zum Frühstück ließen wir gemütlich angehen und anschließend beglich ich unsere Rechnung via Kreditkarte. Für den zweitägigen Aufenthalt, Vollpension, Bootstour, Wäscheservice und Getränke hatten Jochen und ich 1179 RON zu bezahlen (ca. 267 €). Das geht hier in Rumänien sicherlich noch besser, zumal es über die Tage unseres Aufenthaltes keinen Zimmerservice gab und die Mahlzeiten in Buffetform angeboten wurden.

 

Wir verabschiedeten uns herzlich von den sehr freundlichen Angestellten, packten unsere Fahrzeuge und legten anschließend noch einen Stopp bei den Bienenfressern ein. Den bunten Gesellen könnte ich stundenlang bei ihren Flugmannövern zuschauen.

Europäischer Bienenfresser/European Bee-eater (Merops apiaster), Enisala
Europäischer Bienenfresser/European Bee-eater (Merops apiaster), Enisala
Europäischer Bienenfresser/European Bee-eater (Merops apiaster), Enisala
Enisala
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© Marina Meger 2017