Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

Rumänien 2015

Banat/Maroschgebiet

Parcula Natural Lunca Muresului

Ungarn durchfahren wir rasch im Transit und verbringen unsere erste Nacht in Rumänien in der Nähe von Arad im Naturschutzgebiet Marosch-Auen/Parcul Natural Lunca Muresului.

In den Wäldern und an den Altwasserarmen der Marosch gibt es eine große Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten.

 

Hier können wir wild am Flussufer campen, Kanus/Kajaks ausleihen und auch durch Guides geführte Touren buchen. Die meisten der 400 Tierarten sind Vögel (200 Arten, darunter Schreiseeadler und Seidenreiher) und Fische. Aber auch Fischotter, Wildschweine und Haselmäuse sind vertreten. Der Park verfügt über einige View Tower, von denen sich die Tierwelt gut beobachten lässt. Einer davon soll sogar beheizt sein.

Karte Bratislava - Arad, Googlemaps

Transsilvanien/Siebenbürgen

Wir folgen dem Marosch (Mures) von Arad bis Deva (Diemrich), einer alten Dakersiedlung. Im nicht weit entfernten Hunedoara (Eisenmarkt) lädt eine sehr fotogene mittelalterliche Burg zur Besichtigung ein. Dracula, Fürst Vlad Tepes war kurz hier und vielen Hollywood-Produktionen diente das Gemäuer als Kulisse.

 

Anschließend durchfahren wir Cristian (Großau), das "Dorf der Störche". Im Siebenbürgischen Unterwald liegt Calnic (Alba), mit seiner aus dem 13. Jahrhundert stammenden Grafenburg, die zum Weltkulturerbe gehört.

 

Übernachtungs-Tipp Deva: Hotel Conacul Archia, mitten im Grünen, welches auch Pichnicks organisiert und gratis Fahrräder verleiht.

Karte Arad - Deva, Googlemaps

Sibiu (Hermannstadt)

Hermannstadt mit seiner Lage an den Südkarpaten dient als Ausgangspunkt für die Besichtigung des größten Freiluftmuseums Europas: Muzeul Civilizatiei Populare Astra. Über 170 Bauernhöfe, Dorfhäuser und Mühlen verteilen sich auf dem großen landschaftlich wunderschönen Gebiet im Dumbrava-Wald.

 

Übernachtungs-Tipp Sibiu: Casa Burgheza

Übernachtungs-Tipp Freilichtmuseum Astra: Hanul Vestem

Camping außerhalb Sibius in Cisnadioara (Michelsberg): Camping Ananas

 

Cisnadie (Heltau) lockt mit pastellfarbenen Häusern, leuchtenden Fassaden und Blumendekor.

Transfagarasan (Transfogarascher Hochstraße)

Die serpentinenreiche Hochgebirgsstrecke durch das Faragasgebirge gilt als die spektakulärste Straße Rumäniens und verbindet Transsilvanien mit der Walachei. An ihrem höchsten Punkt (2042 m) unterquert die Transfagarasan die eindrucksvollen Foarascher Berge oder auch Transsilvanischen Alpen genannt. Über 50 Gletscherseen hat die Eiszeit hier geschaffen.

Sehenswert ist der Bela Lac und der Lacul Viadraru, um dessen Ufer sich die Strecke windet. Die Straße ist jedoch nur im Sommer für den Verkehr geöffnet. Bevor man in südlicher Richtung Curtea de Arges (Argisch) erreicht, lohnt ein Blick auf die Bergruine Cetatea Poinari.

 

Übernachtungs-Tipp Curtea de Arges: Camping Arges

Karte Curtea de Arges - Enisala, Googlemaps

Donaudelta, UNESCO-Weltnaturerbe

Enisala - von diesem kleinen Örtchen hat man eine wunderbare Aussicht über den Lacul Razim. Übernachtungs-Tipp: Enisala Safari Village

 

Lacul Razim - der größte See Rumäniens, umgeben von malerischen Dörfern und eingebettet in eine hügelige Landschaft ist sehr fisch- und vogelreich. Im Norden des Lacul Razim brüten streng geschützt Brandgänse.

 

Gura Portitei - einer der schönsten rumänischen Schwarzmeerstrände. Vom Dorf Jurilovca kann man den breiten, weißen Strand nur per Boot erreichen. Unterkunft in Form von Bungalows, Strandhütten und Campingplatz bietet das Feriendorf Eden.

 

Kloster Saon, Kloster Celic-Dere

 

Sulina, die Hafenstadt am Schwarzen Meer mit byzantinischen und osmanischen Einflüssen.

 

weitere Übernachtungs-Tipps

Crisan: Pensinuea Vasiliu

 

Durankulak Lake, Bulgarien: Branta Birding Lodge

Donaudelta, Googlemaps

Das faszinierende Wasserlabyrinth ist ein Muss für Naturliebhaber und stellt das größte Vogelparadies Europas dar. Nachdem die Donau 10 europäische Länder durchflossen hat, mündet sie in Rumänien ins schwarze Meer. Das Delta zeichnet sich durch abwechslungsreiche Landschaften aus und lässt sich wunderbar mit dem Kanu, aber auch mit kleinen Motorbooten abseits des Massentourismus erforschen. Liebhaber von Hausbooten - ähnlich wie auf dem Chobe River in Botswana - können gemütlich auf den Hauptarmen des Deltas schippern und mit kleinen motorisierten Beibooten die schmalen Wasserkanäle und Seen erkunden.

Das 5800 km² große Biosphärenreservat Donaudelta gilt als weltweit größtes Schilfgebiet und ist gekennzeichnet durch wilde Kanäle, Sümpfe, Seen, Auenwälder, aber auch Dünenfelder, Hügellandschaften und Urwälder. Etwa 72% des dünn besiedelten Deltas stehen unter Naturschutz und beheimaten ca. 5200 Tier- und Pflanzenarten. Die 15.000 Bewohner verschiedenster Ethnien (überwiegend Rumänen, Ukrainer und Lipowaner) verteilen sich auf 25 Dörfer und leben hauptsächlich von der Fischerei und dem Tourismus.

 

87 Prozent des Deltas bestehen aus Sumpfland und bilden das größte Feuchtgebiet Europas

Das Delta wird von den drei aus westlicher Richtung einlaufenden Mündungsarmen der Donau durchflossen: dem wilden Chiliaarm als rumänisch-ukrainische Staatsgrenze im Norden, dem teilweise begradigten Sulinaarm in der Mitte und dem Sfântu-Gheorghe-Arm im Süden. Südlich schließt sich die Razim-Sinoie-Lagune an. Neben den 70 verschiedenen Fischarten leben im Donaudelta auch Mönchsrobben, Marderhunde, Wildschweine, Rehwild, Wölfe, Wildkatzen, Hermeline, Füchse, Otter, Hasen, Marder und Bisamratten. Der europäische Nerz kann hier noch in freier Wildbahn angetroffen werden.

Das Reservat liegt an der Kreuzung von sechs Vogelzugrouten und ist das größte Rastgebiet für  Zugvögel. Ornithologen katalogisieren hier regelmäßig neue Vogelarten. Im Delta befinden sich drei größere Vogelreservate (hier besonders das Roșca-Buhaiova-Hrecisca-Reservat) und mehrere kleine Schutzzonen mit der größten Pelikankolonie Europas. Rund 325 verschiedene Vogelarten können hier beaobachtet werden, von denen 218 im Donaudelta brüten. Die beste Zeit zur Vogelbeobachtung ist Mitte April bis Mitte Juni, wenn die Vögel ihr prachtvolles buntes Brutgefieder tragen. Ornithologen bieten interessierten Besuchern Vogelbeobachtungcamps an. Quelle und weiterführende Informationen: Wikipedia

 

Ausgangpunkt für Reisen in das Delta ist die Stadt Tulcea. Von dort erreicht man einige wenige Fischerdörfer im Süden und Osten noch über geteerte Straße. Das eigentliche Delta, abseits der verkehrsreichen Hauptarme erkundet man aber am intensivsten per Boot. Private Bootsbesitzer finden sich in Tulcea ebenso wie in jedem Fischerdorf ortskundige Führer ihre Dienste samt Boot zur Verfügung stellen. Die schönsten Fischerdörfer sind Crisan, Mila 23 und Sfantu Gheorghe.

Karte Enisala - Murighiol - Tulcea, Googlemaps

Sehenswerte Ziele im und in der Nähe des Donaudeltas

 

Lipowanerdorf Periprava am Chilia-Arm

 

Lacul Furtuna

 

Delta-Urwälder

Uralte, gewaltige Eichen, Lianen und Sanddünen. Im Donaudelta existieren zwei Urwälder: der Carorman-Wald und der Letea-Wald.

Murighiol, ein Dorf am südlichen, ungezähmten Sfantu-Gheorghe-Donauarm ist per Straße erreichbar und idealer Ausgangsort für Erkundungen des Uzlinasees, des Uzlinakanals und des Isacsees mit guten Chancen dort auf Pelikane zu treffen.

 

Sfantu Gheorge, ein hübsches Fischerdorf am Ende des südlichen Donauarms punktet mit einem naturbelassenen weißen Sandstrand und verbindet Delta und Schwarzes Meer. Übernachtungs-Tipp: Green Village mit Campsite

 

Nationalpark Macin-Berge

 

Samova-See (Lacula Samova). Übernachtungs-Tipp: Delta Nature Resort

Muntenien

Der Rückweg soll uns über Tulcea nach Braila in Muntenien führen. Die Donaustadt hat eine hübsche Altstadt und vor den Toren liegt der Nationalpark Kleines Donaudelta (Balta Mica a Brailei).

 

Dieses wunderschöne, stille und einsame Naturparadies ist immerhin 205 km² groß, besteht aus sieben Inseln und 52 Seen. 207 Vogelarten bevölkern das Kleine Donaudelta (u.a. Krauskopfpelikane, Eisvögel, Purpurreiher, Schwarzstörche, Rothalsgans). Gut die Hälfte der Fläche ist bewaldet. Park-Ranger holen Gäste in kleinen Motorbooten am kleinen Sporthafen von Braila für ein- oder mehrtägige Ausflüge (auch per Kajak oder Rad) im Nationalpark ab. Auf Wunsch auch mit Picknick, Fisch-Braai. Wanderwege sind ebenfalls ausgeschildert. Camping am Ufer ist möglich. Im Park ist einfache Unterkunft in privaten Fischerhäusern möglich.

 

Schlammvulkane von Berca

Eine schmale, aber gut befahrbare Piste schlängelt sich durch hügeliges, grünes Gebiet zu einem seltenen Naturschauspiel. In der Mondlandschaft von Berca blubbern zahlreiche Schlammvulkane vor sich hin.

Karte Tulcea - Braila - Berca, Googlemaps

Prahova-Tal

Das Prahova-Tal in der nördlichen Bergwelt Munteniens gehört mit seinen schroffen Felsen zu einer der schönsten Gegenden Rumäniens.

 

Mehre pittoreske Bergdörfer wie Breaza, Campina und das hübsche Sinaia bieten Unterkünfte für jeden Geschmack.

 

Schloss Peles

Castelul Peles, die Sommerresidenz der rumänischen Könige, das "Neuschwanstein der Karpaten" liegt malerisch am Rande Sinaias, welches wegen seines Fachwerks, der Buntglasfenster, Erker und Türmchen als "Perle der Karparten" bezeichnet wird. Als erstes Schloss in Europa war Peles voll elektrifiziert. Der Erbauer, König Carol I. stammt aus dem Haus Hohenzollern-Sigmaringen.

 

Ebenfalls sehenswert ist das Kloster Sinaia, welches nach dem Berg Sinai benannt ist und dem Ort seinen Namen gab.

Naturpark Bucegi

Einige der markantesten Bergformationen Rumäniens gehören zum Parcul Natural Bucegi. Die höchsten davon auf 2505 m. Der Bergort Busteni wartet mit einer grandiosen landschaftlichen Bergkulisse auf. Eine Seilbahn fährt fußfaule Zeitgenossen  zu den Felsformationen Shinx und Babele hinauf.

 

Unterkunft: Camping Valea Cerbului, einfache Ausstattung in wunderschöner Lage

 

Kulinarischer Tipp: In Predal, der höchstgelegenen Stadt Rumäniens (1110 m) serviert das Lokal Cabana Vanatorilor nicht nur Wildbret aus heimischen Wäldern (Bär, Reh, Wildschwein), sondern auch Krokodil, Phython, Känguru, Antilope und Strauß.

Karte Berca - Kronstadt, Googlemaps

Transsilvanien/Siebenbürgen

Brasov/Kronstadt

Restaurierte Bürgerhäuser vor grandioser grüner Karpartenkulisse und eine Schwarze Kirche als Wahrzeichen der Stadt: Kronstadt gilt als geistig-kulturelles Zentrum der Siebenbürger Sachsen und die deutsche Sprache ist hier nach wie vor weiter verbreitet wie in anderen Teilen Rumäniens. Mit der Seilbahn kann man auf den Hausberg Kronstadts, den Tampa in 960 m Höhe fahren und ein schönes Panorama auf die Altstadt genießen. Von der Benutzung des Fußweges durch den Wald wird abgeraten, da sich - zwar selten - Bären im Forst aufhalten können. Rund 200 Bären leben in den dichten Wäldern um die Stadt und haben sich teilweise - ebenso wie die Wildschweine im Großraum Berlin - an den Lebensraum des Menschen adaptiert. Der Tampa ist heute ein Naturreservat mit vielen seltenen Schmetterlingen und anderen endemischen Arten.

 

Übernachtungstipp: Casa Rozelor, Camping Darste, schöner, großer Campingplatz mit Bergblick, etwa 4 km von Kronstadt entfernt

Schloss Bran

Das Schloss in Bran (Törzburg) wird Touristen immer wieder als Draculaschloss präsentiert. Die Beschreibung von Draculas Burg aus Bram Stokers gleichnamigem Roman erinnert auch sehr stark an Schloss Bran. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Vlad III. Drăculea es nie betreten hat.

 

Magura

Das wunderschön auf einem Hochplateau gelegenes Südkarparten-Bergdorf im Nationalpark Piatra Craiului bietet weite Panoramablicke auf bizarre Kalksteinformationen. Hier sind Meister Petz, Wolf, Luchs und Auerhahn zuhause. Endemisch ist dianthus callizonus, eine fliederfarbene Nelke.

 

Übernachtungs-Tipp: Pension Villa Hermani. Die deutschen Inhaber bieten Natur-Touren mit Schwerpunkt Tierbeobachtung, Pflanzen und Kräuter an. Außderm begleiten sie ein Schutzprogramm für Bären und Wölfe. Herrlicher Bergblick von der Terrasse.

Karte Kronstadt - Magura, Googlemaps

Kirchenburg Harman (Honigberg)

Diese Kirchenburg ist eine der besterhaltenen. Insgesamt 300 solcher Kirchenburgen wurden errichtet, von denen heute noch 140 existieren.

 

Kirchenburg Prejmer (Tartlau)

Die Kirchenburg ist eine der schönsten in Siebenbürgen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Lacul Sfana Ana

Der sehr klare, sauerstoffarme Sankt-Anna-Kratersee ist vulkanischen Ursprungs, liegt auf 950 m Höhe und gehört zum Naturschutzgebiet Mohos-Torfmoor. Das Torfmoor wurde wegen seiner uralten Pflanzen aus der Eiszeit berühmt. Die letzten Forschungen zeigen aber, dass es nicht nur aus botanischer Sicht so wichtig ist, sondern es leben hier auch viele interessante und wertvolle Gliederfüßler.

Camping (einfachste Ausstattung, aber dafür mit Wildnis-Faktor) möglich.

 

Sovata

Fachwerk, Türmchen-Villen und Erker prägen den waldreichen Kurort am Rand des Gurghiu-Gebirges, in dessen Mitte ein Salzsee (Lacul Ursului/Bärensee) liegt. Der unter Naturschutz stehen See hat einen Salzgehalt von etwa 259 Gramm pro Liter Wasser, sodass man sich wie im Toten Meer auf der Oberfläche treiben lassen kann. Zudem ist der See in tieferen Wasserschichten wärmer als an der Oberfläche. Neben dem Wasser wird sein Schlamm für Heilanwendungen genutzt. Der Bärensee ist von etwa Juni bis September auch zum Baden freigegeben. Neben ihm gibt es weitere kleinere Thermalseen in der Umgebung von Sovata.

Die in der Nähe befindlichen Seen Lacul Rosu si Lacul Verde (Roter und Grüner See) bieten sich als Wellnessoase für Heilschlammkuren an.

 

Übernachtungs-Tipp Sovata: Camping Vasskert

Übernachtungs-Tipp 12 km nördlich von Sovata: Nomad Camp, übernachten in original mongolischen Jurten

Karte Magura - Sorata, Googlemaps
Casa Baroca

Sighișoara (Schäßburg)

Das einzigartige historische Zentrum Schäßburgs wurde 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und wurde im 12. Jahrhundert von den deutschen Siebenbürger-Sachsen gegründet. Das märchenhafte Stadtbild wird bestimmt durch Türme, Erker, schmale Gassen und schiefe Häuser.

 

 

Schäßburg glänzt mit kleinen, charmanten Übernachtungsmöglichkeiten in restaurierten, denkmalgeschützten Häusern.

 

Übernachtungs-Tipp: Casa Baroca

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