Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

31.10.2013, Casa Blanca Hotel, Windhoek

Gegen 4:45 Uhr wurde es laut. Sehr laut! Verschlafen rieben wir uns die Augen und ich grinste in mich hinein. Endlich, Löwen! Dem Brüllen nach zu urteilen, mussten sie sehr nah sein. Wir sprangen mit der Taschenlampe bewaffnet aus dem Bett und rissen die Tür auf. Tatsächlich, da spazierte ein männlicher Mähnenlöwe von rechts nach links um das Wasserloch herum. Nur ca. 50 Meter entfernt von unserem Rondavel. Im Schlepptau hatte er zwei Löwinnen und zwei kleine Jungtiere. Die Nachbarn von No. 1 und No. 2 sind auch aufgewacht und verfolgten das Schauspiel. Wir hörten die Löwen noch einige Male brüllen, bevor sie Richtung Campsite verschwanden. Das war eine fantastische, standesgemäße Verabschiedung auf Onguma. Wir werden ganz sicher wieder kommen!

 

Im Anschluß duschten und packten wir unser Gepäck zusammen, hielten einen kurzen Schwatz mit Matheus, der die Löwen von der Resutaurantseite aus schon viel eher gehört hat und dadurch auch länger beobachtete. Es folgte ein ausgiebiges Frühstück mit Impala-Gesellschaft am Wasserloch und eine herzliche Verabschiedung von Matheus und Edwell. Unsere Hospitationsgruppe kam gerade aus den Federn gekrochen und hatte nicht viel vom frühmorgendlichen Spektakel mit bekommen. Der kleine Goldschwanzspecht gehörte ebenso zu den nächtlichen Radaumachern, musste er doch immer laut mit seinen Eltern kommunizieren.

 

Bei Sandra beglichen wir unsere Rechnung und gegen 08:30 Uhr brachen wir auf Richtung Tsumeb. In Otjiwarango legten wir eine Pause ein, um unsere Geldvorräte aufzufüllen, zu tanken, im Spar einen kleinen Mittagssnack, Kampfercreme für Edels Mutter und die deutschsprachige Allgemeine Zeitung Namibias einzukaufen.

Onguma Bush Camp
Goldschwanzspecht / Golden-tailed Woodpecker (Campethera abingoni), Onguma Bush Camp
Onguma Bush Camp
Jochen und Matheus, Onguma Bush Camp

Bereits gegen 13:30 erreichten wir im Stadtteil Pionierspark das Casa Blanca Hotel, wo wir zunächst ein Zimmer im ersten Obergeschoss zugewiesen bekamen. Für nur eine Nacht das ganze Gepäck hochschleppen gefiel uns nicht wirklich und wir könnten einen Zimmertausch ins Erdgeschoss erreichen. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, folgte ein Mittagsschläfchen und anschließend Relaxen im wunderschönen Garten. Im Restaurantbereich lernten wir einen südafrikanischen Geschäftsmann aus Durban kennen, der in der Lebensmittelbranche tätig ist und Bernd, einen deutschprachigen Namibier aus dem gleichen Segment. Es folgte eine angeregte und spannende Unterhaltung, die wir auch nach dem Grillbuffet mit unserer Hospitationsgruppe fortsetzten. Zwischendurch arrangierte ich noch, dass uns ein Shuttlebus am nächsten Morgen für die Fahrt ins Katutura State Hospital abholt. Die Nichtmediziner werden sich auf eine Stadtrundfahrt begeben.

Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
Casa Blanca Hotel
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© Marina Meger 2017