Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

28.10.2013 Halali, Etosha

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Ulrike. Wir saßen gegen kurz vor 06:00 Uhr beim Frühstück. Unsere Taschen sind schon gepackt und die Rechnung beglichen. Von unseren Mädels (und Jungs) ist keiner zu sehen. Jochen und ich hielten noch einen ausführlichen Schwatz mit der lieben Köchin und verabschiedeten uns herzlich. Hier fühlten wir uns ausgesprochen wohl und dies wird sicherlich nicht unser letzter Besuch sein. Die Gondwana-Gruppe leistet wirklich gute Arbeit in der Ausbildung ihres Personals!

 

Pünktlich zur Gate Öffnung fahren wir in die Etosha.In Ombika gab´s an diesem Morgen keine Löwen, aber auch keine anderen Tiere. Der alte Giraffenkill vor Okaukuejo wurde immer noch von zwei Schakalen okkupiert. Im Restcamp verlängerten wir unser Permit und beschlossen dann unser Such-den-Löwen-Spiel in Okondeka fortzusetzen, bevor wir nach Halali fahren.

 

Einige hübsche Oryx begleiteten uns auf dem Weg. In Okondeka mussten wir gegen 08:00 Uhr die Löwen nicht mal suchen. Ein junger Mähnenlöwe lag zusammen mit seiner Partnerin wie auf dem Präsentierteller vor dem Wasserloch. Hmmh, das könnte noch interessant werden, dachten wir uns. Nur zwei weitere Fahrzeuge hielten die Stellung, verloren aber bald die Geduld. Nach ca. 10 Minuten konnten wir dann die Honeymooner in Aktion beobachten, während ein Schakal den Voyeur spielte. In der nächsten Stunde tat sich dann aber wirklich nichts mehr.

 

Ein weiterer Mähnenlöwe kam von rechts nach links in gebührenden Abstand über die Pfanne zum Wasserloch gelaufen. Als wüsste er, dass er dem Revierchef im Moment besser aus dem Weg geht. Der Rest des Rudels lag wie so oft unter dem einzigen Baum Okondekas. Gegen 09:40 Uhr wurde es dem Liebespaar zu heiß und man verzog sich ins schattige Gebüsch.

 

Sorry Ulrike! Der frühe Vogel fängt den Wurm und für dieses Schauspiel hat sich das Schwänzen deiner Geburtstagsfeier gelohnt. Zumal wir Dir ja kompetenten Ersatz an die Seite gestellt haben.

Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver (Plocepasser mahali), Etosha
Riesentrappe / Kori Bustard (Ardeotis kori), zwischen Okaukuejo und Wolfsness, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha

Auf und neben dem Okondeka-Giraffenkill konnten wir heute neun Schakale zählen, die sich hübsch drapierten.

 

Wir wählten ab Nebrownii den Umweg über Gembokvlakte. Aber sowohl hier wie auch in Olifantsbad gab´s nichts Spektakuläres zu sehen. Je näher wir Aus kamen, umso mehr Kuhantilopen und Impalas zeigten sich zwischen den Büschen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Wasserlochs in Aus existiert eine solarbetriebe Pumpe, die jetzt in der Trockenzeit das Wasserloch versorgt. Links neben der Pumpe konnten wir einen Mähnenlöwen im Schatten entdecken. Aber es war schon wieder zu heiß, um auf sehenswerte Aktionen zu hoffen. Weitere Löwen konnten wir weder mit dem Fernglas noch mit dem Teleobjektiv sichten. Erst bei der Bildbearbeitung Zuhause, sah ich in der Vergrößerung den Schenkel eines weiteren Tieres direkt hinter dem Törchen zur Solarpumpe. Hätten wir uns auch denken können, dass hier einer der kühlsten Plätze ist!

neun Schakale, Okondeka, Etosha
Okondeka, Etosha
zwischen Nebrownii und Gemsbokvlakte, Etosha
zwischen Nebrownii und Gemsbokvlakte, Etosha
Gemsbokvlakte, Etosha
Gemsbokvlakte - Olifantsbad, Etosha
Aus, Etosha
wer sieht den Löwen? Aus, Etosha
Aus, Etosha
wer sieht den Löwen? Aus, Etosha

In nördlicher Richtung fuhren wir dann zurück auf die C38 über das schöne Homob Waterhole am Pfannenrand entlang nach Sueda, einer natürlichen salzhaltigen Quelle, die sogar noch grünlich-weißes Wasser führte.

 

In Charitsaub tummelten sich wie immer zu dieser Tageszeit viele Savannentiere und die Gnus versammelten dicht gedrängt sich unter der großen schattengebenden Akazie.

 

Wie auch bei unserem letzten Besuch trafen wir eine Elefanten-Mutterkuhherde in Rietfontein an, die das gut gefüllte Wasserloch als Badeparadies nutzten. Auf dem Weg nach Halali machten wir in östlicher Richtung eine dunkle Rauchwolke aus. Gott sei Dank handelte es sich nur um einen größeren Staubtornado.

Homob, Etosha
Homob, Etosha
Sueda, Etosha
Sueda Waterhole, Etosha
Charitsaub, Etosha
Charitsaub, Etosha
Charitsaub, Etosha
Charitsaub, Etosha
Rietfontein, Etosha
Rietfontein, Etosha
Rietfontein, Etosha
Rietfontein, Etosha
Rietfontein, Etosha
zwischen Rietfontein und Halali, Etosha

Da die Temperatur bereits auf an die 40° gestiegen war, beschlossen wir zunächst Halali anzusteuern und eine Mittagspause einzulegen. Wir checkten im Restcamp ein und erhielten unseren Schlüssel für das letzte bei Buchung unserer Unterkünfte Anfang Januar 2013 noch erhältliche Zimmer, ein Honeymoon Chalet.

 

Gerne hätten wir wieder eines der preiswerten, sehr schönen Standardzimmer Nummer 29 – 40 genommen, aber wir waren zu spät dran. Die Hospitationsgruppe musste diese Nacht mit Okaukuejo vorlieb nehmen.

 

Das Buffalo-Chalet ist im Vergleich zu den Standardrooms etwas größer. Vor allem das Badezimmer bietet jede Menge Platz und ist sehr sauber und komfortabel. Den Whirlpool ist für uns überflüssig. Die Wassertemperatur muss mindestens 50° betragen! Ich wollte nicht wissen, was sich darin so alles vermehrt. Wir sehnten uns nach einer kalten Dusche! Nachdem wir uns erfrischt haben, suchten wir das leere Restaurant auf. Nur zwei andere Paare teilten sich den Platz auf der Terrasse mit uns. Die Bedienung empfanden wir als sehr nett und zuvorkommend und schon bald knabberte ich an einem leckeren Salat und Jochen hatte bestimmt wieder Rippchen oder ähnliches. Auf jeden Fall freuten wir uns über zwei große, kalte Rock Shandies, die in diesen Urlaub zu unserem Stammgetränk wurden. Den Poolbereich teilten sich schon ein paar mehr Touristen. Ich fand es eigentlich erstaunlich leer.

Halali, Etosha
Honeymoon Chalet Buffalo, Halali
Honeymoon Chalet Buffalo, Halali
Honeymoon Chalet Buffalo, Halali
Honeymoon Chalet Buffalo, Halali

Zum Dinnerbuffet fanden wir problemlos einen schönen Tisch. Der kommunikative Koch verstand sein Handwerk und zauberte auf den Punkt gegrillte, sehr leckere Steaks. Über unser Lob hat er sich sichtlich gefreut! Zwar könnte der Restaurantbereich wirklich einmal eine Renovierung vertragen, aber der Herzlichkeits- und Servicefaktor war im Vergleich zu Okaukuejo um Klassen höher. Unsere Rhino-Bar gibt es übrigens leider nicht mehr. Dort ist jetzt ein (geschlossener) Kiosk untergebracht.

 

Während ich mich früh mit einem Anflug von Kopfschmerzen ins Chalet zurück zog, hatte Jochen noch eine Verabredung mit den Elis und Spitzmaulnashörnern am nahen, beleuchteten Moringa Waterhole.

 

Auf dem Rückweg von diesem Date, kraxelte er am Foto-Hide über die kleinen Felsen, als sich zwei Honigdachse an seine Fersen hefteten. Gott sei Dank waren sie in milder Stimmung und ließen Jochen unbehelligt seiner Weg ziehen. Auch Ulrike und Barbara hatten am folgenden Abend das Vergnügen in Halali die Honigdachse zu treffen. Sie scheinen zum tierischen Inventar zu gehören.

Moringa, Halali, Etosha
Moringa, Halali, Etosha
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