Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

30.07.12 Masai Mara, Lake Naivasha

Gerd hat uns heute Morgen um 07:00 Uhr zusammen mit Gulu Richtung Flughafen Nairobi verlassen. Er will uns telefonisch auf dem Laufenden halten, ob es mit seiner Flugumbuchung direkt vor Ort am Airport klappt. So ein Jammer! War es doch Gerd, der sich wahnsinnig auf die Mara gefreut hat, der uns mit seiner Kenia-Euphorie angesteckt hat und mit dem wir die Tour gemeinsam ausgearbeitet haben.

 

Wir anderen befüllen das Wägelchen um 08:00 Uhr und zuckeln dann los Richtung Sekenani Gate. Da es ziehen könnte, bleibt das Dach zu! Deshalb auch nur mehr oder weniger brauchbare Tierfotos! Ähm, eigentlich nur eines!

Hornraben, Masai Mara

Recht bald haben wir das Park Gate passiert, befanden uns wieder auf der üblen Rüttelpiste Richtung Narok und haben jede Menge Staub geschluckt.

 

Eine Straßensperre der Masai war diesmal nicht aufgebaut. Ca. 1 km vor Narok mussten wir an einem Kontrollposten auschecken (?!).

 

In Narok selbst haben wir einen kurzen Stopp einlegen müssen, um das Mzungu-Hospital mit Medikamenten zu versorgen, bzw. um den Mzungu-Express zu betanken. Weiter geht es wieder auf der B3.

an der C12
an der C12
an der C12
Narok
ungelöste Müllprobleme in Narok
Narok
B3 Richtung Naivasha

Mit jedem Kilometer hinter Narok wird die Landschaft wieder grüner und fruchtbarer. Am frühen Nachmittag erreichten wir das Fisherman´s Camp am Lake Naivasha. Der Manager zeigte uns das Cottage, ausgestattet mit zwei Schlafzimmern, Küche und Bad. Jochen und ich waren´s zufrieden, die anderen haben beschlossen, sich eine andere Bleibe zu suchen und mieteten sich nebenan im Fish Eagles Inn ein. Die beiden wohl etwas feuchten Bandas waren frei und ich habe sie unseren Drivern angeboten, damit sie nicht noch extra für eine andere Unterkunft bezahlen müssen. In Naivasha-Stadt scheint es spezielle Driver-Unterkünfte zu geben.

 

Das Cottage war zwar sauber und trocken, mit Moskitonetz ausgestattet, aber sehr basic. Halt berghüttenmäßig. Wer schnell friert, sollte sich etwas anderes suchen, da es keine Scheiben, sondern nur Fliegengitter in den Schlafräumen gibt. Jedoch hatten wir dort morgens und abends heißes Wasser und 24-Stunden Strom. Für alles andere sorgt Doom und zur Sicherheit haben wir auch unser eigenes Moskitonetz aufgehängt.

B3 zwischen Narok und Naivasha
Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp

Das riesige parkähnliche Grundstück am See ist ein Traum und mit einem elektrischen Zaun umgeben, der ab ca. 18:00 Uhr zum Schutz gegen die einfallenden Hippos aktiviert wird.

 

Im Geäst der Fieberakazien tummeln die die Colobusaffen, auf unserem Cottagedach versammelt sich eine Meerkatzenfamilie, die lauten Rufe der Hagedaschibisse und das grunzen der Hippos runden die Atmosphäre ab.
Das Camp verfügt über einen eigenen Bootsanleger. Von hier aus kann man verschiedenste Touren buchen. Auch bei sonstigen Aktivitäten ist das Management gerne behilflich.

 

Das Restaurant des Fisherman´s Camp ist wirklich hervorragend und preiswert. Man trifft dort jede Menge Backpacker und kann informative Gespräche führen. Vor allem können wir hier endlich mal wieder unser eigenes Lagerfeuer entzünden. Jochen und ich genehmigen uns erst einmal einen Kaffee, während wir auf Annick warteten.

Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Colobusaffen, Fisherman´s Camp
Colobusaffe, Fisherman´s Camp
Colobusaffe, Fisherman´s Camp
Colobusaffe, Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Fisherman´s Camp
Meerkatzen auf unserem Cottage, Fisherman´s Camp
Meerkatzen auf unserem Cottage, Fisherman´s Camp
Meerkatzen auf unserem Cottage, Fisherman´s Camp

Das Restaurant des Fisherman´s Camp ist wirklich hervorragend und preiswert. Man trifft dort jede Menge Backpacker und kann informative Gespräche führen. Vor allem konnten wir hier endlich mal wieder unser eigenes Lagerfeuer entzünden. Jochen und ich genehmigen uns hier erst einmal einen Kaffee, während wir auf Annick warteten.

 

Wir möchten zusammen einen Spaziergang am Seeufer entlang Richtung Elsamere Conservation Center machen. Das dürfte nicht so weit entfernt liegen... So stiefelten wir drei gegen 16:30 Uhr los.

Restaurant/Bar, Fisherman´s Camp
Restaurant/Bar, Fisherman´s Camp

Nur leider merkten wir recht schnell, dass man am Seeufer nicht langwandern kann. Nahezu alle Grundstücke um den See sind in privater Hand und in der Regel umzäunt.

 

Also haben wir uns alsbald auf die South Lake Road geschlagen, die um den See führt. Hier tobt das afrikanische Leben. Ist auch interessant, die großen Gewächshäuser der Blumenplantagen zu knipsen!

 

Irgendwann muss doch nun endlich mal Elsamere in Sicht kommen! Mit meinem Fotogepäck, der Raucherlunge und mangelnder Kondition habe ich dann vorgeschlagen, beim nächsten Bootsanleger ein Gefährt für uns zu mieten und Elsamere vom Wasser aus zu betrachten. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kostete der gut einstündige Trip 3000 KSh für das gesamte Boot.

Blumenplantagen am Lake Naivasha
Blumenplantagen am Lake Naivasha
upps, da steht doch ein Kamel?!
ist tatsächlich ein Kamel!
Bootsanleger mit Gemüsefarm am Lake Naivasha

Die Abendstimmung am See ist wunderschön. Das teilweise mit dichtem Papyrus bewachsene Ufer und die dahinter wachsenden Fieberakazien bieten allerlei Wasservögel eine Heimat.

 

Dass die Landschaft hier vulkanischen Ursprungs ist, können wir anhand der vielen kegelförmigen Hügel/Berge leicht ausmachen. Vom See aus kann man von Elsamere nicht viel sehen, da das Grundstück am Ufer sehr zugewachsenen ist.

 

Wir fahren an einem orientalisch anmutenden „Häuschen" nebst dazugehörender Giraffe im Garten vorbei, welches mir auch gefallen könnte. Unser Bootsführer erklärt, dass dort einer der reichen Blumenplantagenbesitzer sein Domizil hat.

 

Am Ufer können wir einen Schreiseeadler entdecken und erreichen auch eine Hippofamilie, die im Wasser dümpelt. Oh Mist, ausgerechnet jetzt, hat der Motor Probleme! Ich erinnere schlagartig unsere Hippoverfolgungsjagd vom letzten Jahr im Kwando! Mein Adrenalinspiegel senkt sich erst wieder, als der Moto nach mehreren Versuchen endlich wieder anspringt und zwischen mir und den Hippos 500 Meter Distanz liegen.

 

So gegen 18:00 Uhr legen wir dann direkt am Bootssteg des Fisherman´s Camps an. Wir verabreden uns anschließend zum Dinnerbuffet im Fish Eagles Inn, welches uns nicht überzeugt hat. An Morgen werden wir im Restaurant des Fisherman´s Camps essen!

 

Gerd hat sich auch telefonisch gemeldet. Er konnte relativ günstig umbuchen und ist nun auf dem Weg Richtung Johannesburg.


Das Lagerfeuer muss bis Morgenabend warten. Wir fallen um 21:00 Uhr todmüde in unsere Betten.

Annick an Board, Lake Naivasha
Annick an Board, Lake Naivasha
unser Bootsmann, Lake Naivasha
Laka Naivasha
Hippo Hill, Laka Naivasha
Laka Naivasha
Lake Naivasha
Lake Naivasha
Lake Naivasha
Lake Naivasha
Schreiseeadler, Lake Naivasha
Hippos, Lake Naivasha
Lake Naivasha
Lake Naivasha
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Marina Meger 2017