Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

28.07.12 Sand River, Masai Mara

Heute Morgen um 07:00 Uhr ist´s viel wärmer als gestern! Von den Buschfeuern ist hier beim Camp aktuell nichts zu sehen. Jochen und ich tauchen wieder in große Zebra-, Gnu- und Ballonherden ein.

 

Eine Meute Geier und Marabus macht sich über einen Kill der letzten Nacht her und nicht weit entfernt verspeisen Tüpfelhyänen ein Gnu.

Ballons über den Gnuherden, Masai Mara
Gnu an Gnu
Weißrückengeier, Masai Mara
Marabus, Masai Mara
Tüpfelhyänen am Kill, Masai Mara
Tüpfelhyänen am Kill, Masai Mara

Am Ol Doinyo Loldopai stauen sich die Tiere. Es müssen also immer noch große Wanderungen aus Richtung Tansania stattfinden. Auf der anderen Seite des Mara sieht man nun gut die verbrannte Erde, die die Buschfeuer hinterlassen haben.

 

Anschließend sichten wir vier Hyänen beim Morgenausflug zum Wasserloch.

Gnuherden am Ol Doinyo Loldopai
Balloning über den Gnuherden, Masai Mara
lange Gnu-Trecks am Ol Doinyo Loldopai
im Hintergrund Buschbrand auf der Conservancy-Seite, Masai Mara
Gnus am Ol Doinyo Loldopai
Gnus am Ol Doinyo Loldopai
Buschbrand auf der Conservancy-Seite
alles voller Gnus, im Hintergrund der Mara River
Hyänen am Wasserloch, Masai Mara
Hyänen auf Pisch, Masai Mara
Hyänen, Masai Mara
Hyäne, Masai Mara
Hyäne, Masai Mara
Hyäne, Masai Mara

Die Ballons setzen zum Landeanflug über den Gnuherden an. Im Hintergrund schwelen immer noch Buschfeuer im Trans-Mara-Gebiet.

 

Nach einem kurzen Stopp auf dem Lookout geht es weiter Richtung Roan Hill, um von dort noch unseren Crossing Point am Sand River aufzusuchen.

 

Auch hier sehen wir unterwegs wieder vereinzelt Hyänen und riesige Zebraherden, die sich vor allem in den Tälern aufhalten.

Hyänen schleichen sich an, Masai Mara
Zebra- und Gnuherden, Masai Mara
Zebraherde, Masai Mara
Zebraherde, Masai Mara
Hyänen, Masai Mara

Von Ferne beobachten wir drei Elenantilopen, die hier in der Mara sehr selten sind und ein Masai-Straußen-Päarchen durchschritt die Savanne.

 

Jochen entdeckte rechterhand in einen Tal drei äußerst zufriedene und entspannte Löwinnen in einen 5-Star-Lion-Resort: eine kleine Halbinsel, inmitten eines Wasserlochs. Jochen imitierte durch Brummen einen Löwen, da drehten die Damen dann auch mal den Kopf in unsere Richtung.

Elenantilopen, Masai Mara
Straußendame, Masai Mara
satte Löwinen im 5-Star Lion Resort, Masai Mara
im 5-Star Lion Resort, Masai Mara
im 5-Star Lion Resort, Masai Mara
im 5-Star Lion Resort, Masai Mara

Dann fuhren wir wieder durch Brehms Tierleben. Jochen konnte einen Marabu im Flug digitalisieren, bevor uns am Sand River wieder große Gnu- und Zebraherden erwarteten.

 

Da noch nicht viele andere Safaribusse anwesend waren, haben wir uns gleich wieder unseren tollen Beobachtungsplatz von vorgestern am Hochufer im Schatten unter einem ausladenden Baum gesichert. Und nahezu sofort begann das Crossing, welches wir aus guter Perspektive beobachten konnten.

Marabu, Masai Mara

Das Ganze stoppte abrupt, als sich ein idiotischer Safaribus direkt in den Weg der crossenden Gnus stellte. In Panik rannten die Tiere zurück ans tansanische Ufer und es dauerte ca. eine halbe Stunde, bis wir die nächste Querung erleben konnten. Crossing Nr. 5 war die beeindruckenste Querung, die wir bisher sehen konnten.

Crossing am Sand River
die Gnus werden gestört und kehren um, Crossing am Sand River
die Gnus werden gestört und kehren um
die Gnus werden gestört und kehren um
die Gnus werden gestört und kehren um

Anhand der Karten und sehr ausführlichen Erklärungen von Paul Kirui, einem Mara-Tour-Guide kann man die diesjährige Migration sehr gut nachvollziehen. Vielen Dank, Paul, für die freundliche Genehmigung der Verwendung Deiner Karten auf meiner Homepage!

 

Kurz bevor wir am 13.07. aus Deutschland abflogen, erhielten wir die Nachricht, dass erste Gnus den Sand River im Keekorok-Sektor überquert haben.

Karte: Paul Kirui 15.07.12 migration update map 1

Pauls Karte vom 25.07.12 deckt sich in etwa mit unseren Gnu- und Zebrasichtungen westlich der Keekorok Lodge. Eine Herde sieht weiter gen Westen Richtung Ol Doinyo Loldopai (Lookout) zum Mara River. Die zweite stößt Richtung Norden zur Keekorok Lodge vor. Crossing über den Mara River werden in den nächsten Tagen erwartet (siehe rote Pfeile).

Karte: Paul Kirui 25.07.12 Migration update map 2

Die riesige Trecks stauen sich nun zwischen Lookout und Mara River. Am 27.07. hat abends eine kleine Gnuherde mit ungefähr 50 Tieren den Mara Richtung Conservancy überquert.

 

Die Tiere ziehen entlang des Mara langsam Richtung Norden an den Talek River. Weitere nennenswerte Crossings über den Mara River finden nicht statt.

 

Immer noch kommen viele Gnus und Zebras aus der Serengti über den Sand River nach.

 

Für den 31.07. werden die Herden am Talek River erwartet.

Karte: Paul Kirui 28. und 29.07.12 Migration update

Die Tiere sind queren den Talek River am 02. und 03.08.2012 schneller wie erwartet. Da der Talek nicht viel Wasser führt, ist es eher ein Durchwaten des Flusses und ein spektakuläres Crossing. Nachdem die Herden den Talek durchquert haben, crossen sie westlich den Mara River, gleich nördlich der Serena Lodge.

Karte: Paul Kirui, 03.08.2012 Migration update map 3

Die Gnu-Migration hat in der letzten Woche in der Mara ihren Höhepunkt erreicht.

 

Die Resident-Gnus der Loita Plains haben sich mit den Serengeti-Gnus vereinigt und queren den Mara River Richtung Westen nördlich der Serena Lodge. Die beiden Haupt-Crossing-Punkte sind Cul de Sac und Paradise.

 

In Cul des Sac sind viele Tiere durch das Gedränge und Geschiebe ums Leben gekommen. Die Krokodile haben Hochsaison!

 

Es sind aber immer noch viele Gnus auf des östlichen Seite des Mara River. Das Ende der Crossing wird im September erwartet.

Karte: Paul Kirui, 24.08.2012 Migration update map 4
Masai-Giraffen, Masai Mara
Impalas mit Jungtieren, Masai Mara
Impalas mit Jungtieren

Da wir an der Mara South Bridge noch die Modalitäten für unser morgiges Treffen mit Birgitt (Bilo), Joachim und Eto in der Serena Lodge auf Conservancy-Seite klären wollten, ging es auf der Hauptstraße E176 Richtung Westen. Auf dem Weg steht ein Grenzstein, der das Niemandsland zwischen Tansania und Kenia kennzeichnet. Da er umlagert war von asiatischen Touristen haben wir nicht gestoppt. Die Mara South Bridge ist der einzig fahrbare Übergang auf die andere Seite des Reserves, denn der Mara River führt ganzjährig Wasser. Alternativ muss man weit im Norden den Talek durchqueren (wenn man denn eine fahrbare Furt findet). Die Conservancy/Mara Triangel/Trans Mara ist von einer Stiftung unter britischer Leitung für 10 Jahre vom County Council of Trans Mara gepachtet und wird mit dem Council zusammen verwaltet. Im Aufsichtsrat sitzen neben Abgeordneten des Councils auch lokale Masai.

 

Von der Brücke wirkt der Mara River mit seinen Stromschnellen schon recht beeindruckend. Hinter der Brücke gibt es links ein Toilettenhäuschen und rechts einen Rangerposten.

 

Ich frage dort nach, ob wir tatsächlich noch einmal 80 US$ Entrance Fee für die Conservancy pP zahlen müssen, wenn wir dort Morgen einen Game Drive machen möchten, bzw. zum Lunch in der Serena Lodge verabredet sind. So hat es uns nämlich Gulu angekündigt. Natürlich ist das nicht der Fall. Wir können Morgen kostenfrei auf die andere Maraseite, da wir ja abends auch wieder in die Ashnil Lodge zurück kehren. Allerdings müssen wir die Safari Cards zur Kontrolle mitnehmen. Ahmed hat dann noch mit dem Ranger Simon ein Hippo- und Krokodil-Tracking für den morgigen Tag verabredet.

 

Hinsichtlich der Buschbrände habe ich hier auch gleich mal nachgehakt. Ranger Simon bestätigte mir, dass die Feuer tatsächlich von der Conservancy-Verwaltung gelegt wurden, um junge, frisches Gras nachwachsen zu lassen. Man rechnet in den nächsten Wochen mit Regen (?!) und die Tiere hätten dort immer noch genug zu fressen!

 

Gestern Abend soll lt. Auskunft Simons übrigens eine Gruppe von ca. 50 Gnus dem Mara River überquert haben. Leider für die Touristen nach "Toresschluß".

Mara South Bridge
Mara South Bridge
Mara South Bridge
Mara South Bridge
Mara South Bridge
Mara South Bridge
Mara South Bridge

Auf dem Rückweg sehen wir dann noch einmal bei unseren drei Löwinnen im 5-Star-Lion-Resort vorbei, die nun von unzähligen Tourbussen umlagert werden. Sogar leere Plastikflaschen werden einfach aus dem Wagen geworfen und zieren nun die Landschaft. Unglaublich, dass die Fahrer/Guides da keine Verantwortung übernehmen und dem Einhalt gebieten.

 

Mit den Elands hatten wir diesmal mehr Glück.

 

Dann ging´s ruckzuck wieder in die Gegenrichtung, weil eine Gepardin mit ihrem Teenager gesichtet wurde, die sich aber rasch hinter ein Gebüsch verzog.

Geier beim Lunch, Masai Mara
5-Star Lion Resort, Masai Mara
5-Star Lion Resort, Masai Mara
5-Star Lion Resort, Masai Mara
Eland, Masai Mara
Gepardin, Masai Mara
Gepardin, Masai Mara

Sitzende Giraffen haben wir auch noch nie gesehen! Ein Abstecher an den Mara River, um festzustellen, dass die Gnus immer noch keine Anstalten machen den steilen Fluss zu queren folgte. Die hier heimischen Hippos und Kroks dösen noch völlig relaxt auf den Sandbänken.

 

Gegen 15.45 Uhr trafen wir wieder im Ashnil Camp ein. Nun war für mich erst einmal eine erfrischende Dusche fällig! Anschließend wurden einige Familientelefonate getätigt und die Fotoausbeute des heutigen Tages gesichert.

 

Zum Dinner war unser Mzungu-Express dann wieder in trauter Sechssamkeit vereint.

Masai-Giraffen
Hippo-Pool am Mara River
Hippo-Pool am Mara River
Krok am Hippo-Pool, Mara River
Ashnil Camp, Masai Mara
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© Marina Meger 2017