Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

25.07.12 Ngama Hills, Mara River, Masai Mara

Nachdem wir mal wieder die Koffer gepackt haben, ging es von den Ngama Hills quer durch die Plains Richtung Mara River. Der Himmel ist bedeckt. Absolut kein gutes Fotowetter!

 

Gleich zu Beginn sahen wir eine große Herde Impalas beim Frühstück, zu der sich auch einige Topis und Zebras gesellten. Während sich anschließend einige Elefantenmütter mit Jungtieren um unseren Wagen drapierten.

Impalas, Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara
Sekenani/Ngama Hills, Masai Mara

Kurz darauf präsentierte sich ein Giraffenkalb mit seiner Mama. Sieht das Kleine knuffig aus!

 

Diese Gegend ist geprägt von großen Grassannen, in denen selbst die Zebras fast verschwinden. Ich würde schätzen, dass das Gras teilweise ca. 1,50 m hoch steht. Wenn das nicht für eine oder zwei Millionen Gnus reicht...

Am Horizont konnten wir eine weitere riesige Elefantenherde ausmachen, die in unsere Richtung zog.


Als sich die Herde näherte, sahen wir eine Elefantenkuh mit einem bösen Tumor am Ohr. Sie nahm immer wieder Sand auf und warf ihn sich auf die Wunde. Sie muss furchtbare Schmerzen gehabt haben.

Masai-Giraffe, Masai Mara
Masai Mara
Elefanten am Horizont, Masai Mara
Masai Mara
ein böser Abszess quält diese Elefantenkuh, Masai Mara
Masai Mara

Dann: Löwenalarm! Ein vollgefressenes Männchen lag faul, alle Viere von sich gestreckt mitten im Gras. Seine Ladies hatten es sich in einem Busch gemütlich gemacht. Letzte Nacht ist Gnu serviert worden! Der Kill liegt ganz in der Nähe und selbst die Geier scheinen absolut satt zu sein, denn niemand macht sich am Kadaver zu schaffen.

 

Auf dem Löwen scheinen sich außerdem alle Fliegen Kenias versammelt zu haben.

Lion King, Masai Mara
Lion King, Masai Mara
Lion King, Masai Mara
die Geier sind auch satt, Masai Mara
ein Gnu musste dran glauben..., Masai Mara
schau mir in die Augen, Kleines..., Masai Mara
Weißbrauenkuckuck (Centropus superciliosus), Masai Mara

Am Horizont sehen wir dicke Rauschschwaden aufsteigen. Ahmed erklärt, dass die Tansanier das Gras abbrennen, damit die Gnus nicht über den Sand River in die Mara wechseln. So´n Blödsinn! Davon glaube ich kein Wort! Wäre Somalia oder der Sudan in der Nähe, würde man die Brände auch noch diesen Ländern anlasten. Oder aber den Briten, die hier auch keiner so richtig mag! Mittlerweile bin ich mir auch gar nicht mehr sicher, ob das tatsächlich schon die Serengeti war, denn wir sind noch ein gutes Stück von der Keekorok Lodge entfernt. Schlimm ist es für uns Touris alle Mal, denn der ganze Qualm in der Luft steigert nicht unbedingt die Fotoqualität. Hier ein Erklärungsversuch:

 

Gegen 11:00 Uhr legen wir eine Kaffee- und Toilettenpause in der Keekorok Lodge ein, die an der Kreuzung C12/E176 liegt. Die Lodge ist die älteste Lodge in der Mara und wurde direkt in die Wanderrouten der Tiere gebaut. Das Foyer macht einen sehr guten Eindruck.

Buschbrände in der Serengeti
Keekorok Lodge, Masai Mara
Jochen und Annick, Keekorok Lodge, Masai Mara

Anschließend geht´s auf der E176, die parallel zum Sand River verläuft vorbei am Roan Hill und dann auf eine neu angelegte Piste, die zum Ashnil Camp an den Mara führt. Neu meint nur, dass sie in den gängigen Karten nicht verzeichnet ist. Der Zustand der Strecke unterscheidet sich nicht wesentlich von den älteren Pisten. Die Buschbrände Richtung Tansania erscheinen immer gewaltiger.

 

Nicht weit entfernt von der Keekorok Lodge können wir erste größere Zebraherden ausmachen, die im hohen Gras fast verschwinden. Dann auch Gnuherden! Einge Tage vor unserer Abreise aus Deutschland erhielten wir die Nachricht, das erste Gnus den Sand River in Richtung Masai Mara überquert haben. Und tatsächlich, sie sind wirklich da! Und was noch viel besser ist: Wir auch!

Zebras, Masai Mara
Zebras, Masai Mara
Buschfeuer in der Serengeti
erste Gnuherden, Masai Mara

Die Migration hat nämlich, aufgrund des ergiebigen Regens in der Serengeti, dieses Jahr viel später als in den beiden Jahren zuvor eingesetzt. Als Gerd 2010 in der Mara war, hat er bereits Mitte Juli große Crossing über den Mara River erleben können.

 

An diesen Massen von Tieren können wir uns nicht satt sehen. Teilweise ist der Horizont schwarz vor Gnus (denken wir). Aber es sollte in den Folgetagen noch getopt werden! Wir sind ja noch ahnungslos und haben keine Vorstellung von den langen Gnukolonnen, die sich auf den Weg zu neuen Weidegründen in die Mara machen.

Masai Mara
Gnus, Masai Mara
Gnus, Masai Mara
Masai Mara
Masai Mara
Gabelracke, Masai Mara

Vereinzelt können wir auch Büffel und Giraffen erspähen. Gegen 13:00 Uhr, das Haustopi steht für uns Spalier, erreichen wir das erst zwei Jahre alte Ashnil Mara Camp, das direkt am östlichen Ufer des Mara River in ca. 8 km Luftlinie Entfernung südlich der Mara Serena Lodge gelegen ist.

 

Auf dem Parkplatz des Camps steht ein Rangerwagen der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft. Ich halte ein kleines Schwätzchen mit den Jungs und man bittet uns doch auch das länderübergreifende Nashornschutz Projekt der ZGF in der Mara zu besuchen. Es schützt die nur noch kleine Population von 25 bis 30 Spitmaulnashörnern, die ständig zwischen Seregenti und Mara wechseln. Mal sehen, ob ich rauskriege, wo die stationiert sind.

Masai-Giraffen, Masai Mara
Topi, Ashnil Camp, Masai Mara
unser Haus-Topi vor dem Ashnil Mara Camp, Masai Mara
Ashnil Mara Camp, Masai Mara
Sesam öffne dich, Ashnil Mara Camp, Masai Mara
Ranger des Nashornschutz-Projekts, Masai Mara

Nach dem üblichen Check-in und Begrüßungscocktail beziehen wir unser Zelt mit der No. 33. Von der Lage sind wir enttäuscht, denn einen direkten Blick auf den Mara haben wir nicht, da vor der Veranda alles mit Büschen zugewachsen ist. Außerdem röhrt wieder ein Generator ganz in unserer Nähe. Ansonsten haben wir ein großes, luxuriöses Zelt mit großem Bad und Zimmerboy Bernard, der sich um alle Belange kümmert. In der Lümmelecke auf der Veranda haben wir uns nie getummelt, da es hier nichts zu gucken gab. Die Meerkatzen fanden es jedoch sehr bequem auf diesem Sofa!
Noch schnell den dicken Wäschesack für Bernhard gepackt, einmal tief geschluckt (das Waschen einer klitzekleinen Unterhose kostet ebenso 160 KSh, wie das Waschen einer langen Hose, an der viel mehr Stoff ist! Unglaublich! Das wird noch Diskussionen geben! 

 

Ich nehme mir vor, nach einem anderen Zelt fragen, welches den auf der Homepage zu sehenden Mara-Blick erlaubt. Immerhin haben wir hier fünf Tage gebucht.

Ashnil Camp, Masai Mara
Ashnil Camp, Masai Mara
Ashnil Camp, Masai Mara
Eingang Zelt Nr. 33, Ashnil Camp, Masai Mara
der Mara am Ashnil Camp
Zelt Nr. 33, Ashnil Camp, Masai Mara
Zelt Nr. 33, Ashnil Camp, Masai Mara
Zelt Nr. 33, Ashnil Camp, Masai Mara
Zelt Nr. 33, Ashnil Camp, Masai Mara

Auf den Nachmittags Game Drive freuen wir uns schon wahnsinnig. Leider wird Gerd uns nicht begleiten. Er bleibt im Bett, da er einen gesundheitlichen Rückfall erlitten hat. Der Arzt wird ihm zwei Spritzen verpassen. Armer Gerd! Er hatte sich so auf die Great Migration gefreut und nun macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Es ist ein Jammer und unsere Freude wird dadurch getrübt.

 

So sind Jochen und ich mit Ahmed allein unterwegs, da Annick den Nachmittag im Camp verbringt. Zunächst geht´s es für uns an den Mara River. Hier haben einige Giraffenfamilien ihr Zuhause. Erste Kroks, Hippos und Wasservögel können wir beobachten. Am spektakulärsten waren einfach wieder die unendlich vielen schwarzen Punkte am Horizont. Die riesigen Gnuherden, die blökend auseinanderstoben, wenn wir durch sie hindurch fuhren und nun in die mittlere Mara, um den Ol Doinyo Loldopai (von den Drivern Lookout genannt), einwandern .

 

Der Tag endete - wie er begann - mit einer wunderschönen Impalaherde, deren Popos viel kontrastiger sind, wie die Frontansicht!

Mara River
Masai Giraffen
die drei von der Masai Mara
Masai Mara
Kuscheln in der Masai Mara
Masai Mara
Krok am Mara River
Hippo, Mara River
Krok knabbert an einem Gnukopf, Mara River
riesige Gnuherden um den Ol Doinyo Loldopai (Lookout)
Gabelracke, Masai Mara
Senegalkiebitz (Vanellus senegallus), Masai Mara
Impalas, Masai Mara

Das heilige „Touristenfeuer", entzündet ca. eine halbe Stunde vor dem Dinner, wird standesgemäß von einem stolzen Masai bewacht! Übrigens essen auch die Driver, ebenso wie im Sentrim Camp, zusammen mit den Gästen, aber an separaten Tischen, im Restaurant. Sehr sympathisch und anerkennenswert! Das Essen in Buffetform war ausgezeichnet und bot für jeden Geschmack etwas.

 

Morgen sollen wir ein ruhiges Zelt mit Mara-Blick erhalten. Unserer Gepäck sollen wir vor dem Game Drive packen. Unser Zimmer-Boy Bernard wird es dann ins neue Quartier bringen.

Masai-Krieger ("Feder"), Ashnil Mara Camp
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Marina Meger 2017