Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

13./14.07.2012 Hannover - Nairobi

Gegen 17:00 Uhr brechen wir mit vier Koffern (Taschen) und zwei prall gefüllten Rücksäcken auf Richtung Holiday Inn beim Hannover Airport. Da unser KLM-Flieger nach Amsterdam um 06.00 Uhr startet, habe ich uns über Park & Fly wieder ein Doppelzimmer für 145,00 € gebucht. Dafür können wir unseren Wagen dann die nächsten drei Wochen hier kostenfrei parken und halber Wege ausschlafen.

 

Auf dem Flug Richtung Kenia dürfen wir zusammen 98 kg Gepäck und 24 kg Handgepäck mitnehmen. Ein Koffer ist mit Spenden für Kibera, einem großen Slum in Nairobi bestückt, in einer weiteren Tasche befinden sich Give-aways, für alle, bei denen wir uns unterwegs bedanken wollen.


Wir checken im Hotel ein und machen uns anschließend auf den kurzen Fußweg zum Terminal A. Da man bei KLM in Hannover nicht am Vorabend einchecken kann, erkundigen wir uns nur, wann wir Morgenfrüh hier bereit stehen sollen. Hurra, eine Stunde vor Abflug reicht! Für den Zubringerflug nach Amsterdam wird nur eine kleinere Propellermaschine eingesetzt und dort passen gar nicht so viele Leute rein, als dass lange Schlangen entstehen könnten.

 

Anschließend gönnen wir uns das Barbeque im Möwenpick auf der Aussichtsterrasse des Airportgebäudes. Ganz stilecht sitzen wir nach feinem Braai mit Drink im nordeutschen Strandkorb und schauen den startenden und landenden Maschinen zu. So fängt der Urlaub richtig gut an.

 

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 04.00 Uhr. Nach Morgentoilette und einem Schluck Kaffee bringt und der Shuttlebus des Hotels die kurze Strecke zum Terminal. Der Fahrer muss aufgrund der Gepäckmengen auch denken, dass wir auswandern möchten oder einer arabischen Großfamilie angehören.

 

Gepäckaufgabe, Personenkontrolle und Boarding waren schnell erledigt und wir sitzen im Flieger. In Hannover wie auch in Amsterdam schüttet es wie aus Kübeln!

 

In Amsterdam haben wir ca. vier Stunden Aufenthalt. Da die Wege hier aber sehr lang sind, wir erst mal in Ruhe frühstücken, unser Rauchereckchen aufsuchen, vergeht die Zeit dann doch zügig.
Die Personenkontrolle direkt am Gate hier in Shiphol dauert bei nur einem Abfertigungsschalter ewig. So steht bereits zwei Stunden vor Abflug eine lange Schlange vor dem Economy-Schalter! Am Business-Schalter geht´s natürlich flott weiter.
Das ist echt nervig, denn sitzt man erst mal kontrolliert in dem kleinen Glaskasten, kann man keine Getränke mehr erwerben bzw. ist auch kein Klo in der Nähe! Da sind die Holländer mal nicht auf zack!

 

Habe mir auf der linken Seite einen Fensterplatz in Reihe 22 gesichert und ab Italien war das Wetter so, dass man z. B. auch den Nil und den Lake Turkana erkennen konnte. Mit der Mt. Kenya-Sichtung wurde es nichts, da es bereits lange dunkel war, als wir um 20:20 Uhr mit nur fünf Minuten Verspätung landeten. Service uns Boardessen bei KLM war wie immer spitze!

 

Bedingt durch unseren Sitzplatz in Reihe 22 konnten wir recht schnell von Board und waren zügig an der Passkontrolle. Es sich ausgezahlt, dass ich unser Visum direkt bei der kenianischen Botschaft in Berlin auf postalischem Weg für je 40 € vorher besorgt habe. Innerhalb von 5 Minuten waren wir durch die Kontrollen und mussten dafür aber mindesten 45 Minuten auf unser Gepäck warten.

 

Als wir unsere Taschen und Koffer dann endlich vollzählig auf zwei Trollis aufgeladen hatten, emfing uns eine große Driver-Schar mit unterschiedlichsten Namenschilder, die eifrig in unsere Richtung geschwenkt wurden. Jochen hat ein fröhliches Hello in die Runde geschmettert!

 

Wir haben uns dann aber doch für unseren Driver-Guide Gulu entschieden. Ein kurzes Zigarettchen noch während Gulu die Augen verdrehte, ob unserer Gepäckinvasion und schon ging es im Nissan Minibus 2x4 immer am Nairobi Nationalpark entlang zur Masai Lodge. Hinsichtlich des Gepäcks konnte ich Gulu beruhigen. Ein großer Koffer würde in der Lodge deponiert und geht nicht mit auf Reisen. Gulu ist indischstämmig und lebt in Mombasa. Eine seiner Töchter wohnt mit Familie in Nairobi. Bei ihr wird er heute die Nacht verbringen. Nach 45 Minuten Fahrt (zu dieser Stunde war kaum noch Verkehr) erreichten wir gegen 22:15 Uhr die Masai Lodge.

 

An der Rezeption begrüßte uns dann schon unser Freund Gerd, die anderen Mitreisenden Annick, Martine und Jürgen sorgten im Restaurant dafür, dass das Küchenpersonal unser Dinner noch warm hält. Nach ausführlichem Hallo und miserablen Dinner haben wir dann unser Chalet Nr. 5 bezogen. Die Matratzen sind durch gelegen. Wie sich später herausstellte, eines der nicht renovierten! Warmes Wasser war nicht vorhanden. Dafür ist die Lage direkt an der Mbagathi-River Schlucht angrenzend an den Nationalpark eine Wucht. Masai-Krieger begleiten uns zum Chalet. Ziemlich müde fielen wir in unsere Betten.

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© Marina Meger 2017