Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

24.06.2011 Senyati Safari Camp – Leshoma Valley

Marina:

Endlich mal richtig ausgeschlafen (07:30 Uhr) frühstückten wir gemütlich auf unserer Veranda. Die Paviane und ein paar Impalas leisteten uns am Wasserloch Gesellschaft. Ute und Werner haben beschlossen, sich unserer morgigen Bootstour anzuschließen und wollten heute in der Chobe Safari Lodge noch die Nationalparkgebühr entrichten und unsere Frühstückspakete bestellen. Jochen und ich brachen gegen 10:00 Uhr Richtung Chobe NP auf. Kurz vor Kasane kam uns ein roter Landcruiser entgegen. Mal wieder kurz die Lichthupe betätigt. Es waren Annette und Anton. Afrika ist ein Dorf!

Wir verabredeten uns für nachmittags im Senyati Safari Camp, wo auch die beiden eine Nacht verbringen möchten.

spätes Frühstück in Senyati
an der A33 vor Kazungula
das Auto kennen wir doch...
Jochen, Anton und Annette, vor Kasane

Am Sedudu Gate begleichen wir unsere Nationalparkgebühr und sind eigentlich froh, dass wir so spät dran sind, da wir auf der Strecke bis Serondela kaum auf andere Fahrzeuge stoßen. Elis, Büffels, Impalas, Rappenantilopen, Giraffen, Geier haben wir ganz für uns allein. Gegen 16:00 Uhr haben wir den Park verlassen um noch kurz im Choppies Supermarkt für unserer „Forumstreffen“ in Senyati einzukaufen. Die liebe Annette treibt sich nämlich auch anonym im Forum rum. Der Choppies und der ATM befriedigten unsere dringendsten Bedürfnisse.

Sedudu Gate, Chobe NP
Sedudu Gate, Chobe NP
Sedudu Gate, Chobe NP
Chobe NP
Impala, Chobe NP
Hippos, Chobe NP
Seidenreiher/Little Egret (Egretta garzetta), Chobe NP
Seidenreiher/Little Egret (Egretta garzetta), Chobe NP
Pavian, Chobe NP
Weißrückengeier, Chobe NP
Chobe NP
Impalas, Chobe NP
Kudus und Impalas, Chobe NP
Chobe NP
Rappenantilope, Chobe NP
im Chobe NP
Kudu-Bock im Chobe NP
im Chobe NP
Ohrengeier vorn, Chobe NP
verletztes Hippo, Chobe NP
Chobe NP
Chobe NP
Gabelracke, Chobe NP

Noch ein kurzer Abstecher zu den Seboba Water Rapids in Kasane dann geht´s zurück Richtung Senyati.

 

Links und rechts der A33 stehen bei Kazungula - wie fast immer - die angetackterten Elis und halten die Grünflachen neben der Straße schön kurz. Das ist die ökologische Alternative zum Abbrennen. Zurück im Camp wartete der Rest von ihnen auf uns. Die Mieten am Wasserloch müssen exorbitant sein bei der Nachfrage.

Seboba Water Rapids, Kasane
Seboba Water Rapids, Kasane

 

Jochen hat netterweise die Einkäufe verstaut, während ich von der erhöhten Bar aus Elis fotografieren darf. Dabei habe ich doch schon für drei Leben genug Eli-Bilder…

 

Wie jeden Tag war die Feuerstelle vom Personal gereinigt, frisches Feuerholz lag bereit und unser Häuschen war pikobello aufgeräumt. Das dreckige Geschirr vom Frühstück haben sie auch gleich mit abgewaschen. Was für ein Service.

 

Ute und Werner fanden auch wieder heim ins Reich. Sie haben die Hunters Road erkundet, aber kurz vor Pandamatenga abgebrochen, da es nicht viel zu sehen gab. Aber dafür haben die Beiden unseren Grillabend mit schönen Impalasteaks vom Fleischer in Kazungula bereichert.

 

Annette und Anton gesellten sich kurz darauf auch zu uns und so verbrachten wir einen gemütlichen Abend.

 

Annette schloss sich unserer morgigen Bootstour an, Anton berichtete vom richtigen Umgangston mit unfreundlichen Beamten. Er spielt einfach immer den „Idioten“, grinst blöd und antwortet auf alle Fragen immer gebetsmühlenartig: „Thank you, thank you, thank you“. Dann lassen sie ihn in aller Regel schnell entnervt von dannen ziehen. Mir kommt ganz spontan Quasi modo in den Sinn…Was haben wir gelacht! Anton ist ca. 55 Jahre alt, von Haus aus Lehrer, aber seit vielen Jahren als Tourguide unterwegs. Er erzählte uns auch von dem Übergriffen auf Touristen im Ihaha Camp, die wohl nicht selten sein sollen.

 

Es war ein wunderbar lauer Abend (wo immer das Lüftchen her kam – wir waren dankbar mal nicht den Alaskaüberlebensanzug rausholen zu müssen), sondern ihn in kurzen Hosen genießen zu können. Kein Vergleich zu gestern, wo wir schon gegen 20:00 Uhr rote Nasen und klamme Finger hatten. Moskitos kamen nicht zu Besuch!

Anton und Annette, Senyati

Jochen:

Am nächsten Morgen fahren wir nach einen wunderbaren Frühstück (Schinken mit Spiegelei, gekocht von Jochen) Richtung Kasane zum ersten Game Drive in den Chobe National Park. Unterwegs trauen wir unseren Augen nicht: Ein roter Jeep kommt uns entgegen. Lichthupe an, wir stoppen und tatsächlich, es sind Annette und Anton. Sie leben noch. Nach einer herzlichen Begrüßung, teilen wir unsere Meinung zum Senyati Safari Camp mit und verabreden uns dort für den Abend, falls die Beiden dort noch eine Campsite ergattern. Wie war das noch letztes Jahr in Namibia? Man sieht sich in Afrika immer 1, 2, 3… mal wieder. Was gemessen an der Größe dieser Länder schon unglaublich ist.

 

Im Chobe NP ist wieder fahrerisches Können angesagt. Extremer Tiefsand und Schieflage lassen meinen Adrenalinhaushalt auf einem stetig hohen Niveau. Wir sehen Hippos, Wasserbüffel, Antilopen usw. und fahren bis Serondela, das wegen eines alten Mannes, der sich nicht umsiedeln lies und der jahrelang ganz allein im Park lebte, bekannt geworden ist.

 

Auf dem Rückweg gingen wir noch einmal dem Choppies Supermarkt eine Besuch abstatten, um die wichtigen Dinge zu bevorraten. Entscheide mich aus alter Verbundenheit zu Franz zwei kleine Flaschen Klip Drift einzukaufen. Am frühen Abend ist Forums-Treffen angesagt mit Annette, Anton, Ute und Werner. Wir beschließen, die für den nächsten Tag geplante Bootstour auf dem Chobe River gemeinsam zu unternehmen. Nur Anton wird nicht mit kommen, da er diese Tour schon so oft gemacht hat. Ich biete an, am nächsten Morgen alle zu wecken.

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