Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

15.06.2011 Motopi, Dombo Farm – Nxai Pan Nationalpark

Marina:
Frühstück wieder mit Heike und Uli gemeinsam (diesmal wegen der morgendlichen Kälte im Haus!) gegen 08:00 Uhr eingenommen. Heute werden wir aber eine Kanne Kaffee und ein paar Sandwiches auf unsere Tour mitnehmen. Gegen 09:00 Uhr brechen wir von Dombo auf und sind erst ca. 3 km gefahren, als wir an der oberen Ecke des Farmgeländes auf der Farmpad ein Rudel Wildhunde, dass aus sechs Tieren bestand, direkt vor unsere Linse bekamen. Wauw!!! Und so nah! Da die Wildhunde sehr scheu sind, musste es schnell gehen mit den Fotos. Leider war mal wieder so ein komischer Kameramodus eingestellt und die Bilder sind nicht ganz scharf geworden.

Wildhunde auf der Dombo Farmpad
Wildhunde auf der Dombo Farmpad

Auf der A3 Richtung Nata lag eine Maulwurfschlange in den letzten Zügen. Sie wurde wohl von einem Auto erwischt. Kurz davor hatten wir noch einen netten Talk mit einem Rastafari, der für die „Tour de France" trainierte.

Rastafari mit Bike auf der A3
Maulwurfschlange auf der A3
Maulwurfschlange auf der A3
Nxai Pan NP Gate

Um 11.00 Uhr fuhren wir in den Nxai Pan NP ein.

Der Nationalpark liegt im North-West District Botsuanas 136 Kilometer von Maun in Richtung Nata nördlich des Makgadikgadi-Pans-Nationalpark und ist von diesen nur durch die Teerstraße Maun-Nata getrennt.


Das Gebiet des Nationalparks gehörte zum Siedlungsgebiet der San. Von 1950 bis 1963 führte der sogenannte „old trek" durch den Park. Über diese Route wurden von den Farmern die Viehherden durch das Ngamiland nach Kazungula getrieben. Die zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche errichteten Veterinärkontrollzäune unterbrachen diese Route jedoch. 1970 wurde ein Gebiet von 1676 Quadratkilometer um die Nxai Pan als Wildreservat deklariert und 1992 um das Gebiet rund um die Kudiakam Pan auf 2578 Quadratkilometer vergrößert und zum Nationalpark erhoben.

Im Süden des Nationalparks zwischen der Teerstraße und dem Parkeingang liegt die Kudiakam Pan, im Norden des Parkes die Nxai Pan und im Nordosten die Kgama Pan. Die Salzpfannen gehört zum System der Makgadikgadi-Salzpfannen und sind die Überreste eines großen Sees. In Jahren mit starken Regenfällen können sich die Salzpfannen wieder mit Wasser füllen. Der Nationalpark liegen am nordöstlichen Rand der Kalahari auf einer Höhe von 900 Meter über dem Meeresspiegel.


Außerhalb der Salzpfannen ist der Nationalpark geprägt von Graslandschaften einer typischen Trockensavanne und Mopane Wald, einigen Ansammlungen von Schirmakazien und Baobabs.

Die wohl bekannteste Ansammlung von Baobabs bilden die Baines-Baobabs östlich der Kudiakam-Salzpfanne. Sie sind benannt nach Thomas Baines, einem englischen Maler und Forschungsreisenden, der diese Baobab-Gruppe am 22. Mai 1862 besuchte und malte.


Der Nationalpark liegt auf der Wanderroute der Tierherden zwischen dem Okavangodelta und dem Hwange-Nationalpark in Simbabwe oder den südlich gelegenen Graslandschaften in und um den Makgadikgadi-Pans-Nationalpark. Permanent kann man Löwen, Löffelhunde, Schabrackenschakal, Giraffen, Kudus, Impalas und Springböcke antreffen. Neben Straußen verfügt der Nationalpark über eine große Vogelvielfalt. In der Regenzeit füllt sich der Park zudem mit Spießböcken, Elefanten und tausenden Zebras (Quelle: wikipedia.de).

Auch hier wieder sehr herzliches, freundliches Personal.. Wir beschließen zuerst den nördlichen Teil des Parks beim Scout Camp zu erkunden. Auch diese Strecke ist z.T. kurz vor dem Scout Camp sehr tiefsandig und ausgefahren, aber mit 4x4 und hoher Bodenfreiheit absolut gut zu meistern.

Beginn der Tiefsandstrecke
Tiefsandstrecke vor dem Waldgürtel Scout Camp
Tiefsandstrecke vor dem Waldgürtel Scout Camp

Die natürlichen Wasserlöcher sind nun fast alle ausgetrocknet und taugen nur noch zum Schlammbad. Nur die dunkle Farbe am Boden der Wasserlöcher signalisiert, dass hier noch vor kurzem ausreichend H²O gewesen sein muss. Vom Entrance Gate bis zum Scout Camp fährt man gut eine Stunde. Der Ranger war einem Schwätzchen ebenfalls nicht abgeneigt. Steinböckchen begegnen einem überall im Park. Strauße, Giraffen und vereinzelt Oryxe haben wir auch schon südlich vom Scout Camp gesichtet. Nördlich vom Camp, auf den offenen, grasbewachsenen Ebenen hatte es dann (jahreszeitbedingt) Unmengen von verschiedenen Tieren, da hier das einzige künstliche Wasserloch lag.
Springböcke, Gnus, Impalas, Giraffen, Schakale, Gnus und viele Elefanten haben das Wasserloch im Blick, bzw. grasen in geringer Entfernung.

Wasserloch beim Scout Camp
Wasserloch beim Scout Camp
Wasserloch beim Scout Camp
Wasserloch beim Scout Camp
Wasserloch beim Scout Camp
Wasserloch beim Scout Camp

Da der Park schlecht ausgeschildert ist, die Detailkarte im Hupereiseführer m. E. nicht die aktuellen Routen ausweist, sind wir versehentlich auf dem langen, östlichen Loop ab Hatab Camp gelandet. Tiere konnten wir hier nicht sehen, dafür abenteuerliche Wege meistern.

abenteuerliche Wege ab Hatab Camp
abenteuerliche Wege auf den östlichen Loops
abenteuerliche Wege auf den östlichen Loops
abenteuerliche Wege auf den östlichen Loops

Gegen 15:00 Uhr machten wir dann noch unsere Stippvisite bei den Baines Baobabs und genossen hier unseren Kaffee und die Brote. Einige Früchte dieser ca. 1500 – 2000 Jahre alten Bäume habe ich als Souvenir eingepackt.

Kudiakam Pan, Nxai Pan NP
viel Gras und Himmel, Kudiakam Pan, Nxai Pan NP
Kudiakam Pan, Nxai Pan NP
Kudiakam Pan, Nxai Pan NP
Baines Baobabs, Kudiakam Pan, Nxai Pan NP
Baines Baobabs, Kudiakam Pan, Nxai Pan NP
Frucht des Baobab
Baines Baobabs
Kaffeepause an den Baines Baobabs

Nach ausführlichem Feedback an die Parkverwaltung (das Management war gerade auf Kontrollbesuch im Headquarter) hinsichtlich fehlenden Kartenmaterials, unzureichender Beschilderung der Wege haben uns der Park und ein Streifeniltis gegen 17:30 Uhr mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedet.

Nxai Pan NP Gate, check out
Nxai Pan NP Gate
Sonnenuntergang am Nxai Pan NP Gate

Auf Dombo hat Uli den Grill angeschmissen. Lekker, lekker! Unser letzter Abend auf Dombo wurde gekrönt durch die totale Mondfinsternis (romantisch, romantisch) und endlich besuchte uns auch das große Leopardenmännchen am Wasserloch, der heute bereits während unserer Abwesenheit im Nxai Pan, schon mehrfach am Wasserloch der Farm war.

Unsere letzte Nacht mit der Dombo Combo bricht an.

Jochen:
Nach dem Frühstück fahren wir zur Nxai Pan, um auch hier die Tierwelt unsicher zu machen. Noch auf der Farmpad sehen wir unsere ersten wilden Hunde in Afrika.
Kurz hinter dem Nxai Pan Gate gibt's wieder extremen Tiefsand. Kommen nur noch mit Allrad weiter.
Nach ca. 40 Min. „Gewühle" wird der Weg „besser". Kein Tiefsand mehr – dafür Matschlöcher die von Fahrzeugen stammen, die sich in der Regenzeit hier „durchgekämpft" haben. Sind jetzt natürlich knochentrocken und hart wie Beton. Nach weiteren 30 min. kommen wir an ein Wasserloch, an dem sich zwei Eli-Bullen vergnügen. Wir machen ein paar Fotos, bis einer von den beiden Interesse an uns zeigt. Er kommt langsam auf uns zu. Wir lassen ihn bis auf ca. 50 mtr. herankommen und beschließen dann zu verschwinden. Wir fahren eine große Runde und stellen uns wieder an das Wasserloch, wo jetzt Strauße, Gnus, Giraffen und Impalas trinken. Dann kommt eine Eli-Großfamilie an, die sich sichtlich freut und erst mal ein Bad nimmt. Nachdem der erste Durst gestillt ist, rücken wir wieder in den Mittelpunkt des Interesses.


Eine Elefantenkuh ist wahrscheinlich der Meinung, dass Autos nicht zum natürlichen Erscheinungsbild der Savanne gehören und verscheucht uns. Haben vom Wasserloch die Nase voll und fahren quer durch die „Pampa", an Elefantenlöchern, umgestürzten Bäumen vorbei, überqueren Salzpfannen und durchqueren meterhohes Grasland, um dann bei den Baines Baobabs eine Pause einzulegen.


Während des gesamten Tages haben wir kein einziges Auto gesehen.
Nach der Kaffepause machen wir uns auf den Rückweg zur Farm. Hier nehmen wir unser Abschiedsessen ein zu dem auch ein besonderer Gast erscheint.
Ein Leopard leistet uns keine 100 m entfernt Gesellschaft.

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© Marina Meger 2017